Aachener Untergrund Kultur

29. April 2010

DISCOTHEK MANHATTEN/TROPICANA

Filed under: Aachener Kneipen, Aachener Musikszene, Discos AC — Allo Pach @ 5:59 pm


Bei meiner Recherche zu dem, von Babula eingestellten, Blogbeitrag „Tropicana – Disko ’72“ stieß ich auf obiges Streichholzbriefchen.
Natürlich bringt uns das auch nicht viel weiter, wirft eher noch mehr Fragen auf:
Hieß das Teil erst „Manhatten“ (wirklich mit „e“???) und später dann „Tropicana“ oder umgekehrt?
Irgendwer muß doch schon mal da drin gewesen sein…

24. April 2010

SATURN – Eröffnung in der Franzstrasse 06.07.1991

Filed under: Aachener Schallplattenläden — Allo Pach @ 12:57 pm

So, nun ist auch geklärt, wann der Saturn in der Franzstrasse eröffnet hat:

AACHENER PLATTENLÄDEN – kleiner Leitfaden 1987

Kleine Übersicht der Bad Aachener Schallplattengeschäfte im Jahre 1987.
Vielen Dank an kilowatt, der diesen Artikel damals für den Klenkes schrieb.
War jemand mal im Musikladen Eschweiler? Hab ich was verpasst?

16. April 2010

AACHENER POPFESTIVAL 1970 – Nachschlag

Filed under: Aachen in den 70ern, Aachener Musikszene, Gammler — Allo Pach @ 6:19 pm

Hallo Gammler!
Hier noch mehr Fotos vom Pop-Festival im Reiterstadion, Soers, 10.-12. Juli 1970, vielleicht erkennt sich ja der ein oder andere Hippie wieder und kann berichten.
Vielleicht taucht auch endlich Film- oder wenigstens Audiomaterial (außer Deep purple, Pink Floyd und Free) auf. Das WDR Archiv jedenfalls sagt, es gäbe nix…
(Text und Fotos: Presseamt Aachen 1970)

„Einen Versuch stellte das Pop-Festival in Aachen dar:

mehrere Tage hatten junge Leute aus Deutschland, den Niederlanden und Belgien auf dem Gelände des Turnierplatzes Hausrecht.

Mit dem Ziel, in ihrer eigenen Welt, nach eigenen Gesetzen und Möglichkeiten
Outsidertum zu demonstrieren, waren sie zu tausenden gekommen, wie überall, wo ein rühriges Management der Jugend bei Beat- und Popmusik angenehme ‚Weltflucht‘ verspricht.

Die Aachener Veranstaltung warf erneut die Frage auf, wo die Möglichkeiten der Realisierung eigener Vorstellungen der Jugend von Freizeit, Begegnung und Selbstäußerung beginnen und enden.

Der freiheitliche Raum für die junge Generation sollte indes in jedem Falle so großzügig wie möglich abgesteckt werden.“

14. April 2010

NEUBAUTEN IM UKW 1982

Filed under: Aachener Kneipen, Konzerte in Aachen, Kultstätten in AC — babula @ 8:27 am


Der ortskundige Produzent und Walkman-Aufnahmeleiter dieses Tondokuments schreibt folgende kleine Anmerkung in das Kassettenfaltblatt: „Eine ca. 30minütige Untergangs-Apokalypse bei der im UKW in Aachen die Jalousien zerstört wurden. Den Kommentar dazu hört ihr im Hintergrund.“

In der Tat hört man so einige wirkliche Zeitgeistkommentare diverser Zuhörer und Konzertgäste (…die Leute setzen noch ihre Ideen in die Tat um…), die – zumindest aus heutiger Sicht – vermutlich von weitaus wertvollerem Gehalt sind, als die Musik der Neubauten.

Wer sich auf diesem Tape wiedererkennt, möchte dies bitte in einem kurzen oder gerne längeren Kommentar kundtun. Vor allem interessiert mich, welches Glas denn da hätte brechen sollen?

Das Tape beginnt mit einer eindrucksvollen Lärmorgie von FRIEDER BUTZMANN. Auf Seite 2 der Kassette gibt es nach ca. 2Min20 einen ganz kurzen Break und ab da gibt’s Probleme mit dem rechten Kanal; dennoch, ein durchaus hörenswertes Relikt.
Kaum zu glauben, dass dies alles schon knapp 30 Jahre her ist !?

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12. April 2010

NEROS TANZENDE ELEKTROPÄPSTE – Ein Wiedersehen

Filed under: Aachener Musikszene, Reinfall Tapes — karl pach @ 6:08 am
SO das ist der 150. Beitrag in diesem Blog. Als wir (die Pachs) mit dem Blog anfingen, konnten wir uns nicht vorstellen, was wir lostreten würden. Dass mir aktive und/oder ehemals aktive Aachener Schaffende bereitwillig zur Seite stehen oder gar ihre Werke zur Verfügung stellen ,ehrt mich und ist Treibstoff fürs weitermachen. Kartonweises abwerfen von Kassetten oder denkwürdige Besäufnisse sind Geschenke, für die ich mehr als dankbar bin. Die mittlerweile gewonnene Detailkenntnis über vergangenes Geschehen könnte ein Buch füllen.Beim 150. Posting muß natürlich was ganz besonderes kommen. Knapp 30 Jahre nach ihrer letzten Kassettenproduktion hatte ich die Ehre mit „Neros tanzende Elektropäpste“ einen bunten Abend zu verbringen. Enk und Rolf Merx zu treffen ist ein schwieriges Unterfangen. Enk ist üblicherweise nicht mehr in Europa anzutreffen und Rolf zog es flußwärts.
Ursprüngliche Intention war die beiden zu interviewen. Meine persönliche Befangenheit (großer Fan!), sowie die heitere Stimmung bei der Zusammenkunft machten da aber einen Strich durch die Rechnung. Dafür konnten Fakten zu Werden und Werk zusammengetragen werden.

Die Neros produzierten von 1981 bis 1983 4 Kassetten beim Reinfall Label. Enk und Rolf lernten sich bei der Bundeswehr kennen. Enk spielte ursprünglich als Bassist bei „Rückstand“, Rolf als Gitarrist bei „Der Verdacht“. Enks Abnabelung von Rückstand begleiteten 2 Kassetten als „Abnorm“, welche er zusammen mit dem Rückstand Gitarristen bespielte, ebenfalls bei Reinfall Tapes erschienen und hier bereits gepostet.

Enk dazu:
ABNORM waren der Rückstand-Gitarrist Dieter „Jah“ Wagner und ich, sonst hat niemand sich beteiligt. Die Sache lief auch nur ein knappes Jahr, da nach dem vermeindlichen Ende von Rückstand, Silvio & Co. probten dann noch eine Weile mit einem anderen Bassisten, sind aber nie wieder aufgetreten, mein Kontakt zu den übrigen Beteiligten, so auch Dieter Wagner, abriß. Abnorm war ein Projekt, bei dem ich mit Korg MS 20, Casio VL10 (einer Art singendem Rechenschieber, der aber ganz brauchbar klang), der MFB-Rythmusmaschine und dem MFB-Sequencer im Verbund mit einem Bandechogerät und einigen „Tretminen“ allerlei Basteleien anstellte und Wagner Gitarre bzw. manchmal auch Schlagzeug spielte. Man könnte sagen, Abnorm war das direkte Vorläuferprojekt zu den Neros, so wie „Östens Mästare“ deren Ausklang darstellte. Ich bin nach dem Wechsel von der Uni Köln nach Heidelberg 1983 dann immer seltener in Aachen/Würselen gewesen und habe nach einer Musikpause erst wieder 1985 mit Bass und zwei Korg-Rythmusmaschinen angefangen, etwas zu machen. In Pretoria, zusammen mit Gunnar und Pera Schillings (ex-Verdacht) und Leuten vor Ort.

Rückstand hatten seinerzeit einige, auch überregionale Auftritte, wollten aber die eher konventionelle New Wave Schiene bedienen. Die Kernbesetzung der Neros unterstützte bei der ersten Kassette Alfons Jansen. Alfons war ein Elektronikbastler, der mit selbstgebautem Krachequipment unterstützte. Ab der 2. Kassette ersetzte Jürgen Neukirchen den Alfons, welcher mehr in Richtung Klaus Schulze wollte. Nach der letzten Neros Kassette folgte noch eine Kooperation mit Axl Grumbach unter dem Namen „Ostens Mastere“.

Enk dazu:
Der Ausgangspunkt zu „Östens Mästare“, so fällt mir gerade noch ein, waren ein paar Sessions in einem Probekeller in der Antoniusstraße, wo eine der Verdacht-Subgruppen probte und wir durch Rolf mit hinein konnten. Ein oder zwei Mal war dabei Axel Grumbach mit von der Partie. Ich erinnere mich, dass eine erste Version von „Die heilige Kraft des Sozialismus“ dort, im Keller des Puffs, entstand: ein treffender Ort. Später haben wir zuhause bei Axel weiter aufgenommen, woraus dann die Kassette „Elefanter pa taget“ entstand.

Proberaum im Puff – muß der Himmel sein…

Enk abschließend:
Der Kontakt zu Rolf riß dann bis Ende 1989 ab, und ich habe zwischendurch (1986-87) in Heidelberg mit einem Organisten eine Art Shriekback-Versatzmusik gemacht, allerdings mit DaDa-Texten. Was aber auch der Zahn der Zeit verschlungen hat.

Angeblich existiert „Der Verdacht“ ja noch, vielleicht muß nur jemand mal beim Trommler klingeln…

Neros tanzende Elektropäpste Kassettografie:

1981
Wer schön sein will, muß leiden
RC011

1982
Portrait einer Legende
RC015

1982
Hamsterfunk aus der Landesanstalt
RC016

1983
Die hohe Kunst des Schwitzens
RC019

11. April 2010

ANAKONDA – Rhein Maas Gymnasium, Aachen, 17.12.1977

Filed under: Aachen in den 70ern, Aachener Bands, Aachener Musikszene — Allo Pach @ 5:51 pm

…was der Speicher alles hergibt!
Samstags-Rock am RMG…
Erinnern kann ich mich schon, dass Anakonda in der Schulaula spielen sollten, aber ich konnte mich nicht aufraffen hinzugehen. Im Nachhinein natürlich sehr schade, denn Anakonda waren ja eine DER angesagten AC Bands und Freunde erzählten mir nachher, wie gut das Konzert war.
Für mich waren das damals, um es mit Theo zu sagen: Landbubenschmarocker.
Jetzt würde ich natürlich einiges für eine Aufnahme oder wenigstens Fotos geben.
Vielleicht kann auch jemand mal die Anakonda LP oder jene 3 Stücke diese WDR Samplers hier einstellen?!
Wer war Fame?

9. April 2010

BABULA – eine Annäherung

Bei Babula in der Pontstrasse gab es ja neben linker/alternativer Literatur auch obskure Schallplatten und Cassetten zu kaufen.
Unklar ist:
a) wann eröffnete der Laden?
Dass Ba-bu-la Basisbuchladen heißt, war mir bis gestern nicht klar (s. Anzeige), der Name läßt ja irgendwie darauf schließen, dass seine Eröffnung irgendwann in den späten 60ern stattfand.
Die Anzeige stammt aus einer Schülerzeitschrift vom Februar 1982:

b) wann machte der Laden dicht?
Im Wintersemester 1985/86 jedenfalls gab es Babula noch, wie wir aus einer Anzeige des Labyrinths in einer Studenten-Informations-Broschüre erfahren:

Dann verliert sich die Spur. Wurde an anderer Stelle weitergemacht?
Wann? Wo? Gibt es Fotos?

WOLFGANG ROELEN R.I.P

Filed under: Uncategorized — karl pach @ 9:24 am
Wolfgang „Wolle“ Roelen ist tot

Wolfgang Roelen, den meisten als Wolle bekannt, ist am 28.03.2010, im Alter von 61 Jahren gestorben. Wolfgang gehörte zum Stadtbild und zu jeder zünftigen Diskussion. Er war Schriftsteller, Maler, Lautpoet, usw.

Wir denken an ihn mit großer Achtung vor seinem un­ab­hängi­gen, un­be­stech­lichen und kreativen Eigensinn und würdigen ihn als einen unersetzlichen, enga­giert streitenden Aachener, der uns auf vielen Wegen bege­gnet ist.

Gerne hätten wir noch mit ihm gesoffen, dem Mann der 1964 mit Paul Feyerabend am Venice Beach abhing.

5. April 2010

PINOCCHIOKELLER

Filed under: Aachen in den 70ern, Clubszene AC, Kultstätten in AC — Allo Pach @ 12:21 am

„Der besondere Fund“!
Als ich ca. 1977/78 endlich aus Burtscheid raus durfte (bis dahin nur Abteifete…), führte mein erster Weg direkt in den Pinocchiokeller (Jugendheim St. Peter).
Der perfekte Einstieg in die große, glitzernde Welt der Clubs, Bars und Discotheken.

Absolut angesagt freitags von 17.30h-20.00h, wow!
Ich erinnere mich an diverse kurzzeitige Schließungen, wahrscheinlich hatten die Jungens vom Bushoftreff mal wieder „vorbeigeschaut“…
Auf dem Flyer jedenfalls wird eine Wiedereröffnung für Dezember 1980 angedroht.
Ich muss zu dieser Zeit dort schon in der „Veranstaltungs-Gruppe“ tätig gewesen sein, denn der Zettel ist von mir geschrieben.
Im Pinocchiokeller herrschte irgendwie immer eine bedrohliche Atmosphäre, als DJ aber stand man unter ganz besonderem Druck, ich wollte ja immer nur Punk auflegen und sehr oft habe ich unter Androhung von Prügel (und das war in diesem Lokal SEHR ernst gemeint) dann doch Bee Gees o.ä. Discozeugs auflegen müssen.
Heutzutage scheint dort am kultigen Orte Tristesse zu herrschen.
Hat noch jemand einen „Pino-Ausweis“? Zahle gut!
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