Aachener Untergrund Kultur

2. Mai 2010

JANITOR OF LUNACY

Filed under: Rock in Aachen — karl pach @ 10:22 am
Im Jahr 1986 hatte ich das Vergnügen im Jugendheim Scheibenstraße einem Konzert der Aachener Band „Janitor Of Lunacy“ zu beizuwohnen. Der stimmungsvolle Abend ist mir in guter Erinnerung geblieben und somit Grund der Bandgeschichte nachzugehen. Mit Hilfe von Herrn Dubois konnten 2 alte Kassetten exhumiert werden. Das offenbar im Proberaum oder so entstandene Tape zum abgebildeten Artwork kann via Link (unten) runtergeladen werden. Die Geschichte zur Combo nun aus Herrn Dubois Erinnerung:
Gegründet wurde die Band Janitor Of Lunacy 1985-86 aus einem losem Dunstkreis von Leuten, die sich teils vom Anne-Frank in Laurensberg, teils aus anderen Schule, kannten. Es waren einige schwer disziplinierbare Mehrfachschulwechsler darunter, die schon hier und da rausgeflogen waren. Zuerst nannten wir uns „Logen Session Band“, was das anfängliche Fehlen jeglichen Anspruchs dokumentiert, aber wir einigten uns bald auf Janitor of Lunacy, nach einem Song von Nico. Unser größte gemeinsame Nenner war in Sachen Musikgeschmack eindeutig The Velvet Underground und Nico, auch wenn man das vielleicht nicht so gut raushört. Sänger waren Anja Kühn und ich selbst. Die meisten Texte stammen von Anja, die die Songtexte schon fertig parat hatte da sie so eine Art privates Poesiealbum geführt hatte. Sie kannte auch harte Leute. Ich war der zweite Sänger und habe dann irgendwann auch noch 2-3 Songs geschrieben. Den Text zum Song Endless Seas hatten wir auf dem Boden im Proberaum gefunden. Wir konnten ihn (bis heute) keinem Autor zuordnen. Ich vermutete immer, er sei eine Hinterlassenschaft vom „Friseur“, der den Proberaum vorher bewohnt hatte und leider nicht mehr unter uns weilte. Anja hatte ihn gut gekannt. Anfangs hatten wir eine Weil lang in der Garage vom Ritchie, einem älteren Dröhni aus Haaren, geprobt, aber er ging uns auf die Neven weil er immer seine komischen Bluesnummern mit uns singen wollte. Wie unschwer zu hören ist, war unser Leadguitarrist großer Sisters of Mercy-Fan. Unser Bassit ebenso. Damals dachten wir uns nichts dabei, einfach komplette Riffs der Sisters für unsere Mucke zu verwenden. Kannte eh kaum ein Schwein.
Nach spätestens 2 Jahren lösten wir uns wegen infantiler Streitereien auf, wie es so oft passiert. Schade.Mitglieder der Band waren:

Thomas Hirsch: Bass
Marc Löbel: Lead Guitar
Anja Kühn: Lead Vocals
Stephan „Fossi“ Waldorf: Road Manager
Mathias Dubois: Rythm Guitar, Lead Vocals
Jan Schneider: Drums

Fossi starb letztes Jahr. Rest in Peace!

Studiotape: http://www.megaupload.com/?d=Z1PF4B8Z

10 Kommentare »

  1. @Anonym: Ich versuche gerade, an Bandfotos zu kommen.

    Kommentar von Parvenu — 4. Mai 2010 @ 5:18 am

  2. @Parvenu: Wär der Kracher!

    Kommentar von Karl Pach — 4. Mai 2010 @ 6:07 am

  3. Frau Kühn schreibt leider bisher nicht zurück. Ist ihr die Konfrontation mir der Vergangenheit doch zu viel? Schaut sie nur monatlich in ihre Mail? Keine Ahnung. Mal abwarten.

    P.S. Könnte ich oder jemand anderes mal die peinlichen Fehler aus meinem obigem Geschreibsel entfernen?

    Kommentar von Parvenu — 9. Mai 2010 @ 5:26 pm

  4. nix ist peinlich, meine Herren….
    und ich bin nicht von der Schule geflogen, o.k. öfter gewechselt und haben wollte mich dann eben auch keine, aber geflogen bin ich nicht. Außer einem echt schlechten Tape und vielen guten Erinnerungen habe ich leider auch nix mehr von Janitor. Aber die Aachener Nachrichten oder die Volkszeitung (wahrscheinlich beide) hatten damals von dem Konzert -mit Photo) berichtet. Vieleicht könnt ihr im Archiv stöbern, wie die Leute im TV?

    Kommentar von die Sängerin — 9. Mai 2010 @ 9:11 pm

    • Hi Leute,

      ich war der Drummer von „Janitor of Lunacy“, finde es lustig, im Internet etwas über diese lange vergangenen Tage zu lesen, schwelge gerade in Erinnerungen und würde gerne wissen, was Anja macht. Habt Ihr ihre Mailadresse? Vielleicht kann ich Kontakt mit ihr aufnehmen, oder sie hat Lust mir zu mailen? jan.schneider@uni-muenster.de

      Anja, liest Du das? – ich würd mich freuen, von Dir zu hören.

      Liebe Grüße
      Jan

      Kommentar von Jan Schneider — 30. April 2011 @ 1:42 pm

  5. @parvenu: welche Fehler meinst Du?

    Kommentar von Karl Pach — 10. Mai 2010 @ 12:27 pm

  6. …und der bassist stand immer mit dem rücken zum publikum…aber es gibt noch fotos von janitor mit filou, der hündin…in haaren, im 1. proberaum. von welchem konzert hatte az/ an berichtet?

    Kommentar von Anonymous — 12. Mai 2010 @ 9:04 pm

  7. Wieso weiß ich nichts von den Artikeln und Fotos in den Printenmedien? Naja- wieder mal typisch.
    Also nein, Frau Kühn flog von keiner Schule. Ich dafür von manchen🙂
    Was die Tippfehler angeht:
    […]Anfangs hatten wir eine Weil*e* lang […]
    …und…
    […]Wir konnten ihn (bis heute) keinem Autor*en* zuordnen.[…]
    thx😉

    Kommentar von Parvenu — 13. Mai 2010 @ 5:17 pm

  8. P.S. AN/AZ Artikel von früher gibts hier:
    Stadtarchiv
    Vielleicht schaue ich mir das mal näher an…

    Kommentar von Parvenu — 13. Mai 2010 @ 6:07 pm

  9. Wer hat denn nun den Artikel geschrieben? Parvenu oder Karl?

    Kommentar von Allo Pach — 13. Mai 2010 @ 8:47 pm


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