Aachener Untergrund Kultur

19. Januar 2015

Das Universum des Bruno Sukrow

Filed under: Film in Aachen — Bübbes Kehr @ 11:27 pm
Dracula in Afrika (2013)

Dracula in Afrika (2013)

Auf der Suche nach künstlerischen Innovationen sind es nicht immer die jugendlichen Rebellen, bei denen man fündig wird: Ein aktuelles Gegenbeispiel aus Aachen ist der 1927 in Berlin geborene Maschinenschlosser Bruno Sukrow, der im Jahr 2010 das Erstellen von Animationsfilmen am Computer für sich als Hobby entdeckte und seitdem unermüdlich etwa alle drei Monate ein neues Werk produziert.

Tauchfahrt ins Verderben (2013)

Tauchfahrt ins Verderben (2013)

Diese wurden zunächst nur – ähnlich der altbekannten Dia-Abende – der Verwandschaft bei gemeinsamen Treffen vorgeführt, bis Sohn Robert, selbst Filmemacher, Autor, Performance-Künstler und Betreiber des sympathischen Kulturraums L__rzeichen in der Viktoriastraße den Kurzfilm „Saturnus“ (den man auch bei Au Hurgebiet II sehen konnte) einigen Freunden zeigte, die ob der einzigartigen Beschaffenheit dieses Films direkt in heftigste Verzückung gerieten.

Trommeln am Okawango (2014)

Trommeln am Okawango (2014)

Bruno Sukrow animiert seine Filme mit dem iClone-Programm und sprach zunächst alle Stimmen (auch Frauenfiguren) selbst – mittlerweile wird er aber durch ein Netzwerk von Fans, Freunden und Verwandten unterstützt. Seine Inspiration stammt hauptsächlich aus der Pulp-Literatur seiner Jugend und er hat mittlerweile alle möglichen Genres – Abenteuer, Horror, Krimi, Science-Fiction, Western – abgedeckt. Charakteristisch ist dabei auch ein ganz eigener Humor, der zumeist in den Dialogen, aber auch in kleinen Details der Bildgestaltung zum Vorschein kommt.

Anna (2014)

Anna (2014)

Mittlerweile werden seine Filme weit über Aachen hinaus geschätzt, zu den Premieren reisen Filmfreunde aus Köln an, Anfang dieses Jahres erbebte die Leinwand beim 14. außerordentlichen Filmkongress des Hofbauer-Kommandos in Nürnberg und in der nächsten Woche wird sein Psycho-Drama „Anna“ beim Internationalen Filmfestival Rotterdam gezeigt! Möge der Siegeszug weiter voranschreiten! Wer sich detaillierter informieren will, findet auf dem Aachener Filmblog Hard Sensations mehrere Rezensionen seiner Filme sowie ein erfrischendes Interview mit dem Meister.

2 Kommentare »

  1. Die nächste Möglichkeit, Filme von Bruno Sukrow zu sehen, gibt es im Rahmen des „Besonders wertlos“-Festivals im Filmhauskino Köln. Dort werden am 7.3. SATURNUS und DER IRRE VON THORNHILL gezeigt: http://filmhauskino.de/html/besonderswertlos.html

    Kommentar von Bübbes Kehr — 27. Februar 2015 @ 12:52 am

  2. Wer die Festival-Screenings von Bruno Sukrow-Filmen in Köln, Madrid, Zagreb, Peru und Sibirien verpasst hat, hat am 28.05.16 in der Raststätte Aachen die Möglichkeit, die Premiere seines neuen Films GRABSCHA zu erleben: http://raststaette.org/de_DE/events/detail/14006022

    Kommentar von Bübbes Kehr — 27. April 2016 @ 5:38 pm


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