Aachener Untergrund Kultur

17. Dezember 2011

Allo Pach Tram Werbung Vol.2

Filed under: Allo Pach, Familie Pach, Hifi, Plattengeschäfte in Aachen — Schlagwörter: — Allo Pach @ 9:20 am

Nachdem Karl die Rubrik „Tram-Werbung“ vor einiger Zeit eröffnet hat, folgt nun Volume 2.  Die Aachener Strassenbahnwerbung scheint doch sehr von Möbelhäusern dominiert gewesen zu sein, Reklame hiesiger Schallplatten- und Hifigeschäfte findet sich recht selten. Hier aber nun 2 Fotos mit Allo Pach Werbung aus dem sehr empfehlenswerten Buch „Euregio Tram Revue“: zuerst die Linie 15 (die ja bis zum bitteren Ende, 1974 noch fuhr) in der Peliserkerstrasse, am Bunker, Datum ist unklar, dann die Linie 1 (Hbf-Haaren?), hier an der Metzgerstrasse (8/1958).

5. Dezember 2011

BURG THEATER KINO

Endlich: Das erste Bild des Burg Theater Kinos! Im Burg bin ich wohl nur ein einziges Mal gewesen, das war wahrscheinlich kurz vor der Schließung (1976 oder 1977). Zu sehen gab es Sonntag morgens in der Jugendvorstellung: „Frankenstein – Zweikampf der Giganten“, einen sehr mäßigen japanischen Monsterfilm mit Monstern (Frankenstein und seinem Doppelgänger) in Godzilla-größe/Manier, …gähn!

Das 788 Besucher fassende Burgtheater am Adalbertsteinweg 12 eröffnete 1948 (13.11) in der Zeit des großen Aachener Kinobooms (in den 50er Jahren gab es zeitweise 17 (!) Kinos in der Kaiserstadt). Am 09.12.1956 wurde das Kino um das „Studio im Burg“ erweitert. 1976/77 wurde das Grundstück dann wohl an Teppich Essers verkauft und das Burg war kurze Zeit später Geschichte… (Dank an Silke!)

30. November 2011

DREHORT AACHEN – Tatort 1970/1971

Herr „Franz Oppenhoff“ bat mich diesen Artikel über Aachen und Umgebung als Film/TV-Kulisse für ihn einzustellen:

Tatort 1970/1971

1970 ging die Serie Tatort an den Start und einer seiner ganz frühen Protagonisten war der Kölner Zollfahnder Kressin. Die WDR-Figur Kressin, gespielt von Sieghard Rupp, war so eine Art Früh-Schimmi, der ständig andere Freundinen hatte, Cabrios fuhr und es mit den Vorschriften nicht besonders genau nahm. Und genau dies war auch der Grund für sein Verschwinden nach zehn Folgen, dem deutschen Fernsehzuschauer war er einfach zu wenig Beamter.
Die fünfte Tatortfolge überhaupt war der Fall „Kressin und der Laster nach Lüttich“, ausgestrahlt im März 1971. Dabei ging es um Alkoholschmuggel aus dem Ostblock, eine damals recht verbreitete Sache. Die Schmuggler verwendeten Fässer mit einer Art doppeltem Boden und die Ware wurde beim Transit durch Deutschland ausgetauscht.
Im Film kam ihnen dabei der Zollsekretär Vondracek als verdeckter Ermittler auf die Schliche, dieser flog auf und wurde umgebracht.
Und hier beginnt der Bezug zu unserem Blog:
Zwar war das Schmugglerhauptquartier laut Handlung in der Gegend von Herford lokalisiert, tatsächlich aber diente als Kulisse das damals als Scheune genutzte Kloster Reichenstein zwischen Kalterherberg und Mützenich.

Vondraceks Leiche wurde hinterher neben der Rurbrücke, vor der Norbertuskapelle abgelegt.

Weitere Schauplätze unserer Gegend waren der Autobahnzoll Lichtenbusch, wo echte Zöllner als Komparsen eingesetzt wurden. 1970 war es halt noch etwas Besonderes, im Fernsehen zu sehen zu sein.

Eine LKW-Verfolgungsjagd spielt auf der damals wohl noch nicht eröffneten, aber gerade fertig gestellten A4, am Aachener Kreuz-Vetschau mit der Autobahnabfahrt „Aachen-Tivoli“. Weiter verfolgt wurde auf mir unbekannten Strecken, die aber vom Westwall tangiert werden.
Weiterhin gibt es Szenen auf der A4, dem Vennbahnviadukt bei Leyloc (Mützenich, am Autobahnkreuz Lüttich-Ost, auf der Autobahn entlang der Maas, und einer Tankstelle irgendwo in der Lütticher Ecke.

Andere Drehorte waren der legendäre Grenzübergang Helmstedt und einige Stellen in der Kölner City.
Nettes Detail am Rande: Im Finale wird das Schmugglerhauptquartier von der Polizei gestürmt. 1970 waren SEK und Co ja noch nicht existent, da musste der Schupo selbst ran. Mit einem Trecker wurde das Tor durchbrochen und die mutigen Polizisten konnten das Gebäude stürmen. Der Fahrer des Treckers im Film war der Besitzer desselben, ein Landwirt aus Kalterherberg, dessen Lohn der TV Auftritt war.
Ich mag diese Folge sehr gern, erstens wegen des Lokal-Bezuges, zweitens aber auch, weil er ein so schönes Zeitzeugnis ist, ähnlich wie Schimmis Duisburg Ruhrort.
Leider werden die Folgen der frühen Siebziger nur noch sehr selten wiederholt.
Der fiktive Vondracek hat übrigens bis in die heutige Zeit hinein überdauert, neben der Rurbrücke steht heute ein Wegkreuz zu seinem Gedenken!

Vielen Dank an „Franz“!

24. November 2011

AACHENER KINOS – Geschichte

Bei meinen Recherchen zur Aachener Kinovergangenheit stieß ich auf eine Arbeit, die wohl in dieser Form einmalig ist. Silke Koschker gibt in ihrer Magisterarbeit „Die Kinoentwicklung in Aachen – Eine Untersuchung der Lichtspielhäuser“ aus dem Jahr 2000 eine unerreichte Einsicht in die Historie, Architektur und die regionale Verteilung der Öcher Kinos vom späten 19. Jahrhundert bis zum Jahre 2000. Ihre Arbeit basiert auf sämtlichem vorhandenen Materiel des AC-Stadtarchives sowie der örtlichen Presse, das in mühevoller Kleinarbeit zu einem umfangreichen Werk zusammengestellt wurde. Neben einem geschichtlichen Gesamtüberblick gibt es alle auffindbaren Details (sowie rare Fotos) aller ermittelbaren Aachener Kinos. In der nächsten Zeit werde ich hin und wieder Posts zu einzelnen Kinos einstellen, zunächst gibt es aber hier eine „chronologische Reihenfolge des Erstbezugs/der Schließung Aachener Kinostandorte“. Vielen Dank an Silke!

14. November 2011

MONTANUS – Die Auflösung…

   …jedenfalls was die Örtlichkeit betrifft, ist durch dieses zufällig gefundene Foto von 1984 (links)bewiesen WO Montanus untergebracht war: nämlich in der Mitte der Adalbertstrasse und nicht etwa „in den Räumen der Wohlthatschen Buchhandlung“, wie von einigen Mitbloggern vermutet. Babula und ich waren letzte Woche zur Beweissicherung auf Ortsbesichtigung (siehe rechtes Foto), ehe das Haus noch abgerissen wird, was ja täglich passieren kann…

1. November 2011

ODEON KINO, ADALBERTSTEINWEG

Filed under: Aachener Kinos — Allo Pach @ 6:43 pm

Ebenfalls aus der neuesten Auflage des Buches „Aachen- so wie es war“ stammt dieses Bild des ODEON Kinos (Adalbertsteinweg 242, da ist jetzt Kaisers drin, wenn man es weiß, kann man an der Fassade noch erkennen, was das Gebäude einst beheimatete). Von diesem Kino habe ich NOCH NIE gehört! Laut Buch eröffnete es, als Tochter des Eden Palastes, am 23.10.1953. Wie immer wäre es schön mehr Infos dazu zu bekommen, insbesondere wann das Kino geschlossen wurde.

31. Oktober 2011

ROXY KINO UPDATE (NOSTALGIE 5 B)

Filed under: Aachener Kinos — Allo Pach @ 3:48 pm

ENDLICH!!! Ein Foto vom Roxy (doch mit „y“), gefunden in der neuesten Auflage des Buches: „Aachen – wie es war“ (Quelle: Stadtarchiv Aachen). Leider ist immer noch nicht geklärt, wann das Roxy geschlossen wurde. Erbaut wurde das Kino mit 700(!) Plätzen in den 50ern. Das Foto stammt wohl von 1953, als „Die Wüste lebt“ in die Kinos kam.

23. Januar 2011

SMC CASSETTEN LABEL

Filed under: Aachen in den 80ern, Aachener Label, Aachener Musikszene — Allo Pach @ 7:30 pm

Hier noch einige nützliche Informationen zum SIMPLE MUSIC CORPORATION Label aus dem Klenkes Stadtbuch Aachen, 1982.
Bei Kim Records hab ich die Cassetten nie gesehen, wohl aber bei Allo Pack (sic!).

16. Januar 2011

HEILIGER+KLEUTGENS ANNO 1979

Filed under: Aachener Schallplattenläden, Plattengeschäfte in Aachen — Allo Pach @ 8:46 pm
 

Der nächste Fund aus dem Innern einer Vinylsingle.
Gleich mehrere Dinge stoßen auf dieser Rechnung vom 09. Oktober 1979 ins Auge.
Erstens finde ich es mehr als erstaunlich, dass man 1979 noch DM 1,10 für ein Single-Sternchen hinlegen musste. Heutzutage kann man sich glücklich schätzen, wenn man bei ebay einen Euro für 100 Stück bekommt (ernsthaft!).
Schön informativ ist vor allem die Rückseite der Quittung.
Für mich neu ist die Verwaltungs und Zentralkundendienstadresse in der Schützenstrasse. Ich muss da beizeiten noch einmal vorbeischauen, wo genau das war.
Niedlich auch das Wort „Musi-Cassetten“. Ganz toll aber der Hinweis auf „bestgeschultes Fachpersonal“. Also das habe ich nun wirklich anders in Erinnerung.

7. Januar 2011

BABULA 1982

Filed under: Aachen in den 70ern, Aachen in den 80ern, Hippietum AC — Allo Pach @ 11:58 am

Endlich mal konkrete Infos über den obskursten Bücherladen in der Kaiserstadt (aus dem Aachener Stadtbuch, Klenkes 1982).
Hatte eigentlich gedacht, dass Babula während der Studentenunruhen ’68 oder so eröffnete, um das Klientel mit Marx zu bedienen…
Nun ja, mich haben sie 1979/80 mit CHROME bedient. Danke Babula!
…und am Ende wieder mal ’ne Frage:
Welcher Hippie weiß, wann Babula schloss?

« Newer PostsOlder Posts »

Bloggen auf WordPress.com.