Aachener Untergrund Kultur

22. Februar 2013

The Swamptones – Bildmaterial

Filed under: Aachen in den 80ern, Aachener Bands, Aachener Umland, Konzerte in Aachen — Bübbes Kehr @ 5:35 pm

Ergänzend zu diesem Post wurde uns freundlicherweise Bildmaterial zur Band zugespielt. Anbei das Poster ihres wohl besten Konzerts im Übach-Palenberger Keller sowie die Eintrittskarte zum Support-Gig bei Frenzy in der ebenfalls Übach-Palenberger Rockfabrik. Dank an Brian C. Taylor und Sir Glintfort für das Material!

swamptones

swamptones_eintritt

9. Oktober 2012

Oecher Punx

Filed under: Aachen in den 80ern, Punk auf dem Land, Punk in Aachen — Bübbes Kehr @ 1:01 am

Punk-Urviech Karl Nagel betreibt schon seit einigen Jahren die Seite punkfoto.de, die sich als stets wachsendes Archiv von Punkfotos hauptsächlich aus vergangenen Jahrzehnten begreift, bei dem jeder mitmachen darf. Seit kurzem ist dort auch ein Album hinzugegekommen, das sich der Szene Aachen und Umland widmet und bereits über 300 Exponate aus dem Bereich Privatfotos, Konzertfotos und anderer Dokumente wie Zeitungsartikeln, Eintrittskarten oder Fanzinecovern zusammensetzt. Unbedingt einen Klick wert, das mal durchzublättern. Über diesen Direktlink kommt man direkt zum passenden Album – meistens, manchmal aber auch nicht, da muß man dann ein bißchen suchen. Punk halt.

21. Juni 2012

Komplikations / Frustration im AZ Aachen, 15.6.2012

Filed under: Konzerte in Aachen, New Wave, New wave in Aachen — Bübbes Kehr @ 6:21 pm

Da war dann mal wieder New Wave der alten Schule im AZ angesagt und es füllte sich gut. Die ersten beiden Bands habe ich leider verpasst, aber es lohnte sich schon alleine für die anderen beiden. KOMPLIKATIONS aus Lüttich/Aachen boten in der Besetzung Keyboard-Schlagzeug-altbekannter Aachener Sänger und Frontmann einen eher minimalistischen Sound, der aber druckvoll nach vorne ging. Besonders überzeugte der Keyboarder, der den Eindruck machte, vier Hände oder mehr zu haben. Die kuck ich mir gerne noch mal an! Ebenso wie die folgenden sympathischen Pariser von FRUSTRATION, die wohl öfter in Aachen als in anderen deutschen Städten aufgetreten sein dürfen. Aufgrund des Gesangs gern als JOY DIVISION-Nachfolger gehandelt, kommen die Songs aber wesentlich abwechslungsreicher daher. Als Zugabe gab es eine Coverversion des Klassikers „Holocaust“ von CRISIS, der dann quasi in den letzten Teil des Abends überleitete, in dem DJs Tom und Betty den feucht-fröhlichen Mob mit Punk und Wave-Klassikern zuballerte. Mich mußte man dann irgendwann vom Tanzboden kehren, war glaub ich 4 Uhr oder so.

10. Mai 2012

Au Hurgebiet: Nachbetrachtung

Filed under: Aachen in den 70ern, Aachen in den 80ern, Film in Aachen, Konzerte in Aachen — Bübbes Kehr @ 12:24 am

Der hier angekündigte Filmabend zum Thema Bizarres aus Aachen erwies sich als voller Erfolg: Die Raststätte war so gut gefüllt wie nie zuvor bei einem Live-Audiokommentar und es schienen auch alle Anwesenden ihren Spaß zu haben, die Anzahl der laut schreiend aus der Vorstellung rennenden Personen hielt sich in Grenzen. An dieser Stelle vielen Dank an alle Anwesenden!

Hausbesetzung Beeckstrasse 1973

Ad hoc wurde dann auch beschlossen, die Veranstaltung zu wiederholen – und zwar nächstes Jahr, wieder im April. Bis dahin wollen wir aber noch über ganz viel Material aus anderen Quellen verfügen – also wenn der geneigte Leser noch irgendwas herumliegen hat, sei es Konzertmitschnitt der eigenen Band, Dokumentation von Rauschzuständen, oder bescheuertes Herumgefilme ohne Plan in der Kaiserstadt, bitte mit uns in Kontakt treten! Das Material muß nicht unbedingt digital sein, gute alte Analogmedien wie VHS-Kassetten gehen auch.

19. April 2012

Live-Audiokommentar XXIII: Au Hurgebiet

Filed under: Film in Aachen, Konzerte in Aachen, Veranstalltungen in Aachen — Bübbes Kehr @ 12:29 am

Es ist soweit: Die im Dezember angekündigte Veranstaltung findet am 28.4.2012 in der Raststätte, Lothringer Str. 23, statt. Ein bunt gemischtes Programm wurde zusammengestellt aus dokumentarischen Materialien, künstlerischen Kurzfilmen und Mitschnitten von legendären und weniger legendären Konzerten. Beginn ist um 21 Uhr, und wer nicht kommt, darf nie wieder in diesem Blog lesen.

10. April 2012

EUROCK und andere Open Air-Festivals in Alsdorf

Filed under: Rock im Kreis Aachen — Bübbes Kehr @ 5:00 pm

Das sogenannte „Freizeitgelände“ an der B57 diente das ein und andere Mal als Location für Open Air-Festivals, meines Wissens zum ersten Mal 1984, als bei „Rock im Park“ leider ohne meine Anwesenheit u.a. THE CURE, TALK TALK, THE CHAMELEONS und THE CULT auftraten. 1989 fand dann das erste „Eurock“ statt und bot als Highlight die brachialen australischen Landburschen COSMIC PSYCHOS, von deren Auftritt wohl auch ein Bootleg herumschwirrt. Sonst waren u.a. noch vertreten: Die jüngst reformierten JINGO DE LUNCH (mit Ex-Aachener Tom S. an der Gitarre), KMFDM, URBAN DANCE SQUAD und die französischen Funpunker LUDWIG VON 88. Das für meinen Geschmack wohl beste Line-Up bat das Festival ein Jahr darauf, und dieser zufällig auf youtube gefundene Clip der MOVING TARGETS brachte erst den Anstoß dazu, diesen Artikel hier zu verfassen:

Der Clip wurde offensichtlich noch mit anderen Gigs zusammengeschnitten, die Aufnahmen bei Tageslicht stammen aus Alsdorf. Mit den sympathischen Postpunkern aus Boston wollten wir eigentlich auch ein Interview führen, was aber daran scheiterte, daß man als Aufzeichnungsmaterial nur einen Kugelschreiber und keinen Kassettenrekorder dabei hatte und der Kugelschreiber zudem an den Schlagzeuger verliehen wurde und nie wieder gesehen ward. Dafür durften wir ihnen aber den Backstage-Rotwein wegsaufen. Ein weiteres Highlight 1990 waren die Briten MEGA CITY FOUR um den vor 5 Jahren verstorbenen Sänger Wiz, eine der feinsten melodischen Punkbands, die man sich zu dieser Zeit reinpfeifen konnte. Headliner waren SOUL ASYLUM, und das, als sie noch eine härtere Gangart anschlugen, bevor sie dann 1-2 Jahre später meinten, mit dem Schmusesong „Runaway Train“ in die Charts kommen zu müssen. Sonst sind noch die Belgier PARANOIACS in positiver Erinnerung von diesem Festivaljahr, an dem, meine ich, auch das Wetter am Besten gewesen war.

1991 stachen die Lofi-Rocker DEAD MOON aus dem Programm hervor, wobei sie auf so einer großen Open Air-Bühne ein wenig deplaziert aussahen, gefolgt von UNION CARBIDE PRODUCTIONS aus Schweden, deren überaus agilen Sänger man in seiner aktuellen Truppe THE SOUNDTRACK OF OUR LIVES nun mal überhaupt nicht mehr wiedererkennt. Sonst noch am Start: DER START, BABES IN TOYLAND, CLAW BOYS CLAW, CHUMBAWAMBA und andere. Intermezzo 1992: Zum einzigen Mal machte auch das BIZARRE FESTIVAL in Alsdorf halt, zum Line-Up gehörten neben BLUR, CARTER USM, THE POGUES, RUNRIG, schon wieder URBAN DANCE SQUAD auch die RAMONES. Wer aber extra für Letztere das teure Ticket gelöst hatte, dürfte sich ziemlich in den Arsch gebissen haben, brachen diese ihr Set doch bereits nach 6 Songs ab. Wir standen kostenfrei auf einem nahegelegenem Hügel und ich meine, mich zu erinnern, daß der Abbruch stattfand, weil die Bühnen-Absperrung den pogenden Massen nicht standgehalten hat. Hier steht allerdings etwas davon, daß sich CJ den Arm gebrochen hat, vielleicht hängt das eine mit dem anderen ja auch zusammen…

1992 fand dann auch das letzte Eurock statt und war plötzlich auch recht teuer geworden (89 und 90 war noch freier Eintritt, 91 noch recht billig, wenn ich mich recht erinnere). Bandmäßig bekam man geboten: MONSTER MAGNET, BLUMFELD, JAH WOBBLE, THE WALKABOUTS sowie unter anderen noch die feinen französischen Gitarrenfräser LES THUGS, an deren Auftritt ich mich noch am besten erinnern kann. (Monster Magnet war wohl schon zu spät und, äh, zu zu.) Via einer Blumfeld-Fanpage stieß ich auf diesen Romanauszug des auch hier als Kommentator verehrten Herrn kilowatt, der nicht nur das 92er-Festival beschreibt, sondern auch noch einige Erinnerungen an den 84er-Event enthält. Meine Flyer und Fotos zu den Festivals sind seit Umzug noch nicht wieder aufgetaucht, also gibt es zur Illustration gleich noch einen Clip der Moving Targets. Ergänzungen zu den Erinnerungslücken, persönliche Anekdoten und weiteres sind wie immer in den Kommentaren gerne gesehen.

22. Dezember 2011

Live-Audiokommentar: Aachen Special

Filed under: Film in Aachen — Bübbes Kehr @ 11:47 pm

Beim Live-Audiokommentar, der jeden zweiten Monat in der Raststätte stattfindet, werden normalerweise merkwürdige Filme aus aller Herren Länder gezeigt und live kommentiert. Für eine der kommenden Ausgaben ist aber eine kleine Abweichung des Konzepts geplant: Gezeigt wird dann kein Spielfilm, sondern mehrere kleine Schnipsel, die alle einen Bezug zu Aachen haben. Um den Abend möglichst prall und abwechslungsreich zu gestalten, ist hier die werte Leserschaft gefragt: Habt ihr Material, das in diesem Zusammenhang aufgeführt werden sollte? Dann her damit! Egal, ob experimenteller Kurzfilm, schlimmes Heimvideo, uralte Dokumentation oder krachiger Konzertmitschnitt, alles ist willkommen! Schickt euer Material an karlpach[at]web.de – wir freuen uns über jeden Beitrag! Der genaue Termin der Veranstaltung wird dann hier noch prominent bekannt gegeben und an diverse Klotüren geschmiert.

25. August 2011

The Swamptones

Filed under: Aachener Bands, Tapes of terror — Bübbes Kehr @ 10:30 pm

Eine der unterhaltsamsten Livebands, die man Mitte der 80er in Aachen und Umgebung sehen konnte, waren die SWAMPTONES, die aber leider nur zwischen 1986 und 1987 existierten. Die Band bestand aus einem Übach Palenberger und zwei Zugezogenen, man hatte sich wohl beim Studium in Marburg kennengelernt. Obwohl die Band in der damals vergleichweise großen Psychobilly-Szene sehr beliebt war, kann man ihre Musik nicht ganz dieser Richtung zuordnen. Sicher waren die frühen CRAMPS ein Einfluß, der sich sowohl durch das Fehlen einer Baßgitarre als auch die Horrorlastigen Songtitel bemerkbar machte, aber die Jungs hatten schon einen durchaus eigenen Stil, vor allem der Einsatz der Leadgitarre ist nicht eben gewöhnlich.

Das erste Demo wurde nicht öffentlich verkauft, fiel aber dem TAPES OF TERROR-Macher in die Hände, der zwei Songs davon auf seinem ersten Tape-Sampler WIR KOMMEN UND WERDEN EUCH FRESSEN veröffentlichte. Dazu kamen zwei Live-Aufnahmen von einem Auftritt beim „Rockfabrik-Bandwettbewerb“ (siehe auch hier), bei dem die Band hinter den Mods von DER START den zweiten Platz belegte. Zwei weitere Songs von diesem Gig landeten auf dem zweiten Tapes of Terror-Sampler INVASION OF THE BLOOD FARMERS, der bereits hier gepostet wurde. Weitere Auftritte gab es als Vorprogramm von FRENZY in der Rockfabrik, sowie zusammen mit SUNNY DOMESTOSZ im Übach Palenberger „Keller“. Letzteren habe ich als absolutes Highlight in Erinnerung, es könnte sich aber da bereits um den letzten Gig der Band gehandelt haben, da Schlagzeuger Wild Tom Delano 1987 nach Berlin weiterzog und nicht mehr gesehen ward. Gitarrist Steve Jones, der mit seiner hageren Gestalt und Minimal-Mimik viel zum Unterhaltungswert der Liveshows beigetragen hat, schloß sein Medizinstudium ab und war wohl auch einige Jahre als Arzt in Afrika unterwegs. Sänger und Gitarrist Eckhard Heck, der sich bei den Swamptones Brian C. Taylor nannte, war unter Künstlernamen wie Cane Clarke, Sawdust Jimmy oder Guy Montag weiter sporadisch musikalisch aktiv, bevor er für längere Zeit in der Versenkung verschwand und erst viel später wieder bei einer Country Band namens „Midnight Rodeo Band“ in Erscheinung trat. Von 2003 – 2006 spielte er etliche Gigs mit der Country-Blues Band „Dirtfarmers“. Momentan arbeitet er als freiberuflicher Webdesigner und schreibt für den Filmblog Hard Sensations.

Die Band machte sogar ein paar Studioaufnahmen (die Pläne zu einem posthumen Best of der Band auf Tapes of Terror verliefen leider im Sand, obwohl dafür extra eine Akustik-Version von „Graveyard Stomp“ im Schlafzimmer des Labelchefs aufgenommen wurde), aber mir gefällt das erste Demo mit seinem dreckigen, rotzigen Sound nach wie vor am Besten. Das Tape gibt’s hier:
http://www.megaupload.com/?d=USFXJ3E0

Tracklisting:
1. Can’t go out Tonight
2. She’s gone
3. Candid Land
4. Graveyard Stomp
5. Wicked Guy
6. Civilized Girl
7. Rockin‘ Bones

Leider hatte ich bei keinem der Konzerte eine Kamera dabei, auch Flyer und dergleichen sind nicht mehr aufzufinden. Der geneigte Leser sei hiermit freundlich zur Mithilfe aufgerufen!

16. Mai 2011

Chaos im Dreiländereck

Filed under: Punk auf dem Land, Punk in Aachen — Bübbes Kehr @ 5:33 pm

1986 erschien dieser Sampler mit einem Überblick diverser Punkbands rund um Aachen. Herausgeber war Benno, der damals zusammen mit Tuberkel auch das AUSGEBUNKERT-Fanzine herausgab, später dann das ADOS machte und mittlerweile mit verändertem Themenschwerpunkt auch als Blogger tätig ist. Das Schöne an diesem Sampler ist, daß sich hier einige Bands finden, von denen sonst kaum etwas veröffentlicht wurde.

AUSBRUCH müssen ja nicht unbedingt noch mal vorgestellt werden. Bei SCREAM OF SAIGON aus Geilenkirchen handelt es sich um die Vorgängerband von DIE GRUPPE LINDT, über die hier ja auch bereits berichtet wurde. Dort spielte für kurze Zeit auch mal ein gewisser Herr Scholl Gitarre, dem LILY OF THE VALLEY (Heinsberg) hier ein musikalisches Denkmal setzten und der momentan als Sänger der überregional bekannten NAZI DOGS neue Maßstäbe in Sachen Bühnenposen setzt. Aus VIRUS 96 aus Alsdorf wurden kurze Zeit später YOUR FUNERAL IS MY PARTY, PIG, die auf dem hier bereits geposteten INVASION OF THE BLOOD FARMERS-Sampler zu hören sind. Der Schlagzeuger ist mittlerweile Gitarrist bei den BOVVER BOYS. Auch bei den Blutfarmern vertreten sind BLOCKADE aus Stolberg, von denen es später auch noch eine 7″ gab. Die NATOPARTNERS aus Eygelshoven haben zu dieser Zeit auch ein sehr brauchbares Demo eingespielt, der Sänger war zu dieser Zeit auch Pächter vom Coffeeshop DE KACHEL. LORD LOUIS & THE ENEMY OF MAN aus Jülich sind eher von der poppigen Fraktion, die gab es danach auch noch eine Weile. Zu CRISIS C aus Maastricht habe ich keine weiteren Informationen, ebensowenig zu HUMAN DISASTER, die aber wohl aus Aachen waren, leider waren die Kontaktadressen nicht so ganz gerade draufkopiert. Würde mich nicht wundern, wenn man da doch irgendwen von kennt. Weitere Informationen und Hinweise sind wie immer gerne in den Kommentaren gesehen.

Seite 1:
http://www.megaupload.com/?d=TU9YCK3A

Seite 2:
http://www.megaupload.com/?d=IE0UJ8Y6

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