Aachener Untergrund Kultur

7. Mai 2018

Aachen bizarr 2018

Zum siebten Mal (seit 2012) ging Dieter Antonio auf seine jährliche Aachenreise. Diesmal begegneten ihm auffällig viele Obdachlose auf den Straßen. Mit Ausstellungen über Avantgarde, Gegenkultur und Pop von 1960 bis heute im Ludwig Forum, Zeitungsmuseum, Neuen Aachener Kunstverein, IKOB (Eupen) und Schunck (Heerlen) waren Stadt und Region diesmal ein museales Undergroundmekka. Daneben gab es Anti-Wachstumsökonomie in der Volksschule und das fünfundzwanzigste Jubiläum des Autonomen Zentrums. Schade, dass das radikale Denken nur noch in Innenräumen stattzufinden scheint.

_DSC5565
Leider nicht umgesetzt.

_DSC5417
Konkrete Poesie I

_DSC5489
Konkrete Poesie II

_DSC5792
Konkrete Poesie III

_DSC5796
Konkrete Poesie IV

_DSC5480

_DSC5485
Poesie V

_DSC5454
Alternative Ökonomie I

_DSC5450
Alternative Ökonomie II

_DSC5444
Architektur I

_DSC5824
Architektur II

_DSC5787
Feinstoff I

_DSC5846
Feinstoff II

_DSC5837

_DSC5834

_DSC5831
Versionsupdate

_DSC5908
Architektur III

_DSC5823
Glaubensbekenntnis I

_DSC5591
Glaubensbekenntnis II

_DSC5426
Politik I (Adalbertsteinweg)

_DSC5496
Politik II (Eschweiler)

_DSC5486
Alternative Ökonomie III

_DSC5491
Glaubensbekenntnis III

_DSC5495
Kreuzberg I (Eschweiler)

_DSC5475
Kreuzberg II (Aachen)

_DSC5459

_DSC5442
Labor I

_DSC5430
Ermächtigung („empowerment“) I

_DSC5425
Ermächtigung („empowerment“) II

_DSC5424
Politik III

_DSC5423
Glaubensbekenntnis IV

_DSC5421
Glaubensbekenntnis V

_DSC5420
Architektur IV

_DSC5419
Politik IV

_DSC5418
Alternative Ökonomie IV

_DSC5472
Hundepfeife („dog whistle“)

_DSC5448
Tugendsignal („virtue signalling“)

_DSC5457
Glaubensbekenntnis VI

_DSC5471
Glaubensbekenntnis VII

_DSC5463
Gegenreformation I

_DSC5467
Gegenreformation II

_DSC5583
Medienkonzerne I

_DSC5600
Medienkonzerne II

_DSC5602
Medienkonzerne III

_DSC5789
Inklusivität I

_DSC5788
Inklusivität II

_DSC5811
Dildonics I & II

_DSC5907
Poesie VI

_DSC5714

_DSC5713
Poesie VII & VIII

_DSC5716

_DSC5727
Alternative Ökonomie V

_DSC5639
Labor II (Jürgen Claus, IKOB Eupen)

_DSC5653
Libidinöse Ökonomie I (Jürgen Claus, IKOB Eupen)

_DSC5662
Labor III (Jürgen Claus, IKOB Eupen)

_DSC5740
Aachen Underground I (Zeitungsmuseum)

_DSC5746
Underground (Zeitungsmuseum)

_DSC5778
Libidinöse Ökonomie II (Neuer Aachener Kunstverein)

_DSC5776
Libidinöse Ökonomie III (Neuer Aachener Kunstverein)

_DSC5753
Libidinöse Ökonomie IV (Neuer Aachener Kunstverein)

_DSC5777
Labor IV (Neuer Aachener Kunstverein)

_DSC5904
Punk I (AZ)

_DSC5841
Punk II (im AZ)

_DSC5843
Punk III (vorm AZ)

_DSC5913
Punk IV (Marc Bijl, Schunck, Heerlen)

_DSC5919
Pseudo I (Schunck, Heerlen)

_DSC5922
Pseudo II (Schunck, Heerlen)

_DSC5611
Labor V ([SYNC] Synthesizer Jam, Raststätte)

_DSC5540
Aachen Underground II (Ludwig Forum)

_DSC5534
Aachen Underground III (Ludwig Forum)

_DSC5557
Aachen Underground IV (Nam June Paik, Ludwig Forum)

_DSC5559
Aachen Fluxus I (Valdis Abolins-Retrospektive, Ludwig Forum)

_DSC5560
Aachen-Fluxus II (Valdis Abolins-Retrospektive, Ludwig Forum)

_DSC5544
Kreuzberg III (Valdins Abolins am Kottbusser Tor, 1982)

_DSC5577
Aachen-Fluxus III (Valdis Abolins-Retrospektive, Ludwig Forum)

_DSC5575
Aachen-Fluxus IV (Partitur des Fluxus-Festivals 1964, Ludwig Forum)

_DSC5572
Aachen-Fluxus IV (Ludwig Forum)

_DSC5579
Aachen-Fluxus VI (Ludwig Forum)

_DSC5567
Aachen-Fluxus VII (Ludwig Forum)

_DSC5547
Art is the terrorism of cowards I (Valdis Abolins-Retrospektive, Ludwig Forum)

_DSC5520
Art is the terrorism of cowards II (Ludwig Forum)

_DSC5514

_DSC5511
Art is the terrorism of cowards III (Anselm Kiefer als ‚Alt-Right‘-Pionier, Ludwig Forum)

_DSC5510
Art is the terrorism of cowards III (Situationist Uwe Lausen, Ludwig Forum)

_DSC5506
Art is the terrorism of cowards IV (nur dass es für diese Beteiligten erst im Zuchthaus und dann im Museum endete)

_DSC5498
Aachen-Fluxus VIII

_DSC5711
Architektur V

2. April 2018

Aachener Untergrund ’51

Filed under: Aachener Untergrund, Rock in Aachen — Schlagwörter: , — Dieter Antonio Schinzel @ 9:49 pm

Buchstäblich in den Untergrund führt einer der wenigen Kinofilme, die in Aachen spielen: Sündige Grenze aus dem Jahr 1951. Er handelt von Kinder- und Jugendbanden beim Kaffeeschmuggel im Dreiländereck. Schmuggeln war so lukrativ, dass große Teile der Stadtbevölkerung mitmischten, und so gefährlich, dass im Showdown von Zöllnern und Schmugglern von 1945 bis 1953 mehr als dreißig Menschen ums Leben kamen.

Zeitungsartikel darüber lieferten den Filmstoff für den Berliner Filmproduzenten Artur Brauner (dessen Karriere passenderweise im Schwarzmarkthandel der Nachkriegszeit begonnen hatte) und seinen Regisseur Robert A. Stemmle (der in der Weimarer Republik an der sozialistischen Volksbühne gearbeitet hatte, im Dritten Reich Propagandafilme drehte und in der Bundesrepublik seine Karriere mit Schlager- und Karl-May-Filmen ausklingen ließ). Stilistisch bedient sich ihr Film beim italienischen Neorealismus von Regisseuren wie Vittoria de Sica (Fahrraddiebe, 1948). Zudem bietet er, gemessen an der Prüderie seiner Zeit, solide B-Movie-Schauwerte wie Halbnacktheit und außereheliche Affären. Letztlich bleibt er aber „Opas Kino“, mit Dieter Borsche als weißem Ritter, der eine verdorbene Unschuld auf die rechte Bahn zurückbringt, während ihr krimineller Verführer unter Polizeikugeln sein verdientes Ende findet.

Zwischendurch findet die Bande noch Zeit, ausgelassen zu musizieren und zu tanzen, und zwar Bebop (Tonspur) zu Rock’n’Roll (Bild):

Weitere Hintergrundinformationen zum Film und seiner Entstehungsgeschichte liefert dieser Spiegel-Artikel aus dem Jahr 1951:

„Die sozialen Verhältnisse so darzustellen, wie sie im Aachener Revier wirklich sind, hat sich Stemmle versagt. Sein Film hätte dann vor der Zensur nicht bestehen können. Es gab Rabatzer, die ihre Komparsen-Gagen im Strumpf versteckten, weil die Mutter das Geld regelmäßig vertrank. Es kamen Jungens, die ihre Eltern beim Jugendamt angezeigt hatten, ‚damit sie uns von unserem Geld endlich einen neuen Anzug kaufen‘. […]

Im Grenzgebiet hatte [der Aufnahmeleiter] sich der Aufgabe, echte Aachener Kinder für den Film anzuheuern, entledigt, indem er in berüchtigte Gegenden ging und Jugendliche, die ihm verdächtig erschienen, mit der Bitte um weitere Propaganda ansprach. Die Rabatzhorde, die am nächsten Morgen vor dem CCC-Standort, dem Hotel Hindenburg, auftauchte, schien echt zu sein. Alle erreichbaren Blumentöpfe, Türklinken und Autolampen waren in kürzester Frist lädiert.

Auch auf dem Filmgelände am Bergcafé benahmen sich die Rabatzer äußerst natürlich. Sie gingen mit steingefüllten Säcken aufeinander los, um sich die Köpfe einzuschlagen. Die älteren Kolonnenführer, die für Disziplin sorgen sollten, nahmen ihre Aufgabe so ernst, daß bald ein Sanitäter in Aktion treten mußte, der dann für die Aachener Drehzeit fest engagiert wurde und laufend zu tun hatte.

Wenn sie des Prügelns oder Schmuggelns müde waren, schwärmten die Rabatzer mit dem Schrei ‚Jon mer schwellen‘ (= klauen) in die nachbarlichen Felder aus. […]

Wenn Stemmle anfänglich befürchtet hatte, sein Drehbuch wäre stellenweise zu sensationell, so verflüchtigte sich dieser Eindruck sofort, als ihm die Rabatzer aus ihrer Praxis erzählten. ‚Was Sie hier drehen, ist gar nichts“, sagten sie enttäuscht'“.

Die „Rabatz-Bande“, wie sie im Film heißt, gab es also tatsächlich unter diesem Namen.

Wehmuts-Tropfen: Da die Innenaufnahmen des Films nicht in Aachen, sondern in Brauners Berliner CCC-Studios gedreht wurden, kann man davon ausgehen, dass sich die Tanzszene nicht in einem Aachener Untergrund-Club abspielt, sondern in einer Spandauer Studiokulisse. (Wenige Jahre danach sollten die Tanzlokale mit Live-Musik verschwinden und die in Aachen erfundenen Diskotheken sie ersetzen.) Obwohl sich das Drehbuch redlich um Lokalkolorit bemüht – mit Figuren, die „Marianne Mertens“ heißen, sowie dem Katholizismus als visuellem und dramaturgischen Leitmotiv -, scheint die Tonspur des Films komplett im Synchronstudio entstanden zu sein und sprechen alle Schauspieler berlinisch gefärbtes Hochdeutsch.

11. Februar 2018

Jülicher Untergrund ’83

Filed under: Aachener Bands, Aachener Umland, Punk auf dem Land, Punk in Aachen — Schlagwörter: , — Dieter Antonio Schinzel @ 5:46 pm


Das norddeutsche Fanzine Katastrophen Provinz hatte einen Korrespondenten in Jülich, der 1983 von zwei Punk-Konzerten in Jülich berichtete. Beim ersten traten die Rückstand-Nachfolger Seltsame Zustände auf, bei beiden die Aachener Punkband Nixkönner:

„Am Samstag, dem 29.1.83 spielte die Wuppertaler Gruppe Die Alliierten mit The Nixkönner aus Aachen und Stahlpaket aus Jülich im PZ (Pädagogisches Zentrum – würg) des Gym. Zitadelle in Jülich (wo sonst). Es zwar sehr schön, daß wir diesen Saal bekommen hatten, aber es war wesentlich zu groß, was wir im laufe de Konzerts feststellen mußten. Mit gut 200 Leuten war der Saal deutlich unterbesetzt (Im PZ können sich gut 800-900 Leute aufhalten!) und es ist ganz logo, daß dabei keine gute Stimmung aufkommen konnte. Aber bei den Nixkönnern war dennoch eine tierische Stimmung, den da pogten auch noch Leutchen aus Ac mit. Stahlpaket war ne tote Hose – kein Schwein tanzte auch wenn die Muzi gut war. Die Aachener Punx und die 5 Jülicher Kids, die sich vorher schon ausgelassen hatten waren total am Ende.“

Die Allierten waren eine frühe deutsche Oi!-Skinheadband um den späteren Experimentalmusiker Caspar Brötzmann (Sohn von Peter), deren LP „Ruhm und Ehre“ bei den später als Neonazilabel berüchtigten Rock-O-Rama Records herauskam. The Nixkönner bestanden u.a. aus Daniel Nick, dem heutigen Schriftsteller und Drehbuchautor Stefan Keller und Frank „Papst“ Buchholz.

Unsere nimmermüden Kollegen von Tape Attack haben einen Scan des Zines veröffentlicht. Der Jülich-Report steht auf Seite 34. Weiß jemand, wer sich hinter dem Korrespondenten Tito verbirgt?

23. Juli 2017

Aachen Bizarr 2017

Filed under: Aachen bizarr, Aachener Umland, Aborte, Drogenszene Aachen, Kunst & so — Dieter Antonio Schinzel @ 3:53 pm

Da sich die Aachener kaum mehr rühren auf diesem Blog, mußte jemand von außen ran. Also machte sich Dieter Antonio auf die Reise.

Gute Nachricht zuerst: Der im letzten Jahr befürchtete
Kahlschlag rundum den Kaiserplatz
 bleibt, vorläufig, aus.

_DSC4977_DxO
Noch ist alles drin.

_DSC5012_DxO
Auch die Drogenszene lässt sich nicht unterkriegen und schnieft ihr Crack am hellichten Tag öffentlich sichtbar auf dem Kaiserplatz. Hiermit sei jede/r zum Kleingeld-Crowdfunding der Junkies und Obdachlosen aufgerufen, die diesen Teil der Stadt vor der Gentrifizierung bewahren!

Um die Ecke hängen noch Dokumente der Zombie-Apokalypse, die andernorts nötig ist, um sich noch ein paar Jahre Aufschub vor den Immobilienentwicklern zu kaufen:
_DSC5042_DxO

Aachen hingegen schult seine Normalität gut-rheinländisch am Klassiker Tom Gerhardt:
_DSC4845_DxO

_DSC4891_DxO
Hardcore, I.

_DSC4885_DxO
Hardcore, II

_DSC5033_DxO
Hardcore, III

_DSC4973_DxO
Nicht-menschliche Akteure, II

_DSC4975_DxO
Nicht-menschliche Akteure, III

_DSC4892_DxO
Schocktherapie, I

_DSC4964_DxO
Schocktherapie, II

_DSC4869_DxO
Ist das Kunst?, I

_DSC5035_DxO

_DSC5038_DxO
Ist das Kunst?, II

_DSC4911_DxO
Ist das Kunst?, III

_DSC4849_DxO
Hybridräume, II

_DSC4889_DxO
Hybridräume, III

_DSC4901_DxO
Hybridräume, IV

_DSC4900_DxO
Hybridräume, V

_DSC5222_DxO
Hybridräume, VI

_DSC4962_DxO
Wiederauferstehung des Aachener Mauermalers?

_DSC4906_DxO
Fazit, I

_DSC5227_DxO
Fazit, II

_DSC4959_DxO
Selbstreferenz, I

_DSC4876_DxO
Selbstreferenz, II

_DSC4866_DxO
Selbstreferenz, III

_DSC4854_DxO
Selbstreferenz, IV (Düren)

_DSC4850_DxO
Kulinaria, I

_DSC4965_DxO
Kulinaria, II

_DSC5215_DxO
Kulinaria, III

_DSC5230_DxO
Kulinaria, IV

_DSC4860_DxO
Zeitmaschine…

_DSC4842_DxO
…& Teleportation.

_DSC4855_DxO
Zeitmaschine & Teleportation, II

_DSC5213_DxO
Antiquarischer Rassismus, II.

_DSC4895_DxO
Street Art → Guerilla Marketing (das aussieht wie Street Art) → Street Art (die aussieht wie Guerilla Marketing)

_DSC4989_DxO
Wesley hat zugelegt.

_DSC5216_DxO
Neue Kleider in der Kaiserstadt.

_DSC4853_DxO
Konkrete Poesie, I

_DSC5046_DxO
Konkrete Poesie, II

_DSC4864_DxO
Konkrete Poesie, III (geistlich)

_DSC5229_DxO
Mystères dans le brouillard (© Liaisons Dangereuses)

_DSC4920_DxO
Killing cars (social sculpture)

_DSC4867_DxO
Aachen-Nirvana.

30. August 2016

Aachen bizarr 2016

Filed under: Architektur&Städtebau — Dieter Antonio Schinzel @ 2:42 pm

Zum fünften mal (nach 2012, 2013, 2014 und 2015) reiste Dieter Antonio nach Aachen für seine jährliche Stadtwanderung auf diesem Blog.

Seine düsteren Prophezeiungen vom letzten Jahr – Kahlschlag rund um den Kaiserplatz als gewollter Kollateralschaden der neuen Shopping Mall – erwiesen sich als korrekt:

_DSC7913_DxO

_DSC7930_DxO

_DSC7928_DxO

_DSC7924_DxO

_DSC7921_DxO

_DSC7920_DxO

_DSC7919_DxO

_DSC7918_DxO

_DSC7917_DxO

_DSC7915_DxO

_DSC7926_DxO

_DSC7967_DxO

 

Was bleibt:
_DSC7951_DxO

_DSC7936_DxO

 

Unterdessen im neuen Einkaufszentrum:
_DSC7968_DxO

Traditionsgeschäfte zeitgemäß am Adalbertsteinweg:_DSC7952_DxO

Katholisch:
_DSC8060_DxO

Kombiniert (nahe Europaplatz):
_DSC7947_DxO_DSC7943_DxO

 

…mit geklautem Logo:
_DSC7960_DxO

 

Gastronomie als Seismograph der Globalisierung:
_DSC8043_DxO

_DSC8020_DxO

_DSC7971_DxO

 

Protestformen 2016:
_DSC7974_DxO

_DSC8040_DxO

_DSC8015_DxO

Konkrete Poesie / concrete poetry:
_DSC8037_DxO

_DSC8038_DxO

_DSC7996_DxO

_DSC7982_DxO

_DSC7978_DxO

_DSC8026_DxO

Und noch:
_DSC8044_DxO

_DSC8046_DxO

30. Dezember 2015

Aachen-Tourismus 2015

Filed under: Aachen bizarr, Drogenszene Aachen — Dieter Antonio Schinzel @ 3:38 pm

2015 ist fast vorbei, doch Dieter Antonio hat seine jährliche Aachen-Erkundung nicht vergessen. (Siehe hier, hier und hier für die Editionen 2012-2014.) Diesmal stand sie unter nostalgisch-konservatorischem Vorzeichen. Denn mit der neuen Shopping-Mall mitten in Aachens traditioneller Drogen-, Huren-, Kriminellen-, Sexkino-, Gebrauchtmobiltelefonladen- und Migranten-Zone Kaiserplatz/Adalbertsteinweg/Jülicher Straße/Hansemannplatz droht – nach satt bekanntem globalen Muster – das Ende der letzten Ecke Aachens, die sich noch einigermaßen großstädtisch anfühlt.

_1040501_DxO

Ankunft.

_1040512_DxO

Gender Trouble.

_1040506_DxO

Trashzone Kaiserplatz im Um-/Abbruch.

_1040508_DxO

Bleibt wohl nicht mehr lange hängen.

_1040511_DxO

Das hier auch nicht.

_1040522_DxO

Stammkunde am Adalbertsteinweg.

_1040513_DxO

Berlin, wo man Rinder mit dem Schlagring schächtet.

_1040518_DxO

Wenige Häuser weiter.

_1040521_DxO

Fortschreitende Globalisierung: Vegas + Aachener Skyline gab’s schon, die Wasserpfeife jetzt obendrauf.

_1040767_DxO

Globalisierung II: vereint in der Farbe Rot.

_1040618_DxO

konkrete poesie.

_1040551_DxO

Keine Kunst im Ludwig-Forum, sondern tatsächlich eine Absperrung.

_1040565_DxO

Kunst, aber vor allem unübersetzbarer Witz.

_1040567_DxO

Aachens heroische Fluxus-Zeiten.

_1040710_DxO

Westalgie

_1040715_DxO

Trennung von Kirche und Staat…

_1040713_DxO

…aber nicht in Aachen.

_1040759_DxO

Diese Kräfte haben verloren.

_1040730_DxO

Kybernetik I.

_1040737_DxO

Kybernetik II.

_1040723_DxO

Soziale Medien II.

_1040772_DxO

Geschäftsmodell.

_1040771_DxO

Ostalgie 2015.

9. Dezember 2015

Speck Nusseck & Die Legendären Fettboys – Däncemusic Für Dicke Bäcker

cover

Die nimmermüden Kollegen von Tape Attack haben soeben die 84’er DOM-Cassette Speck Nusseck & Die Legendären Fettboys – Däncemusic Für Dicke Bäcker wiederaufgelegt. Die Songtitel verraten Lokalkolorit der Stadt Aachen (in der, wer’s nicht weiß, die Straßen mit Bäckereien gepflastert sind wie andernorts mit Kneipen): „Ochsenaugen“, „Schokoguß“, „Zwiebelbrötchen“, „Heilige Nußecke“, „Ranziger Als Gestern“, „Aus Der Bäckerei“, „Glühwein Im Bädkasten“. Im Gegensatz zu späteren DOM-Produktionen geht es hier erstaunlich (kraut)rockig zu.

 

29. November 2015

Visual Vinyl: Künstlerschallplatten in Heerlen

Filed under: Fluxus, Kunst & so — Schlagwörter: — Dieter Antonio Schinzel @ 4:42 pm

In Aachens Nachbarstadt Heerlen läuft noch bis zum 6.3.2016 die Ausstellung Visual Vinylmit Schallplatten u.a. von Joseph Beuys, Hermann Nitsch, William S. Burroughs, LaMonte Young, Rammellzee sowie LP-Covers, die von Andy Warhol, Banksy, Raymond Pettibon und anderen gestaltet wurden. Mehr als 400 Platten sind zu sehen. Sie stammen aus der Privatsammlung von Jan van Toorn, Betreiber des legendären Fluxus-lastigen Avantgarde-Cassetten- und Plattenlabels Slowscan.

 

26. Oktober 2015

Jacob Kirkegaard, Black Metal Square

Filed under: Avantgarde in Aachen, Kunst & so — Dieter Antonio Schinzel @ 11:34 pm

Unbedingt sehen und hören (noch bis zum 22.11.): Jacob Kirkegaards Klanginstallation „Untitled (Black Metal Square)“ im Neuen Aachener Kunstverein. Eine Hommage an das abstrakte Bild überhaupt, Kasimir Malewitschs „Schwarzes Quadrat auf weißem Grund“, das vor genau hundert Jahren gemalt wurde.

kirkegaard-1

kirkegaard-2 kirkegaard-3

kirkegaard-4 kirkegaard-5

kirkegaard-6

(Das Lautsprecherlabyrinth von Konrad Smoleński, durch das man sich im Erdgeschoss schlängeln muss, um zu Kirkegaard ins Obergeschoss zu gelangen, überzeugte uns weniger.)

Oshikopinbarcodos

Filed under: Aachen bizarr, Aachener Trash Metal, Aachener Untergrund, Gammler, Kunst & so — Dieter Antonio Schinzel @ 8:19 pm

Diesen Aachener Undergrounder trafen wir mit seinem Gefährt nachts in der Nähe des Elisenbrunnens an. Industrial Design & Survival Research Laboratories im Wortsinn, ohne Kunstprätention. Großartig!

Sein Name sei Oshikopinbarcodos, erzählte er uns, und wir könnten ihn auf Facebook finden (was uns nicht glückte). Wir outen uns als Fans.

Oshikopinbarcodos 1 Oshikopinbarcodos 6 Oshikopinbarcodos 7 Oshikopinbarcodos 5 Oshikopinbarcodos 4 Oshikopinbarcodos 3 Oshikopinbarcodos 2

Older Posts »

Bloggen auf WordPress.com.