Aachener Untergrund Kultur

17. August 2016

Aachener Aborte Teil 6

Filed under: Aborte, Uncategorized — karl pach @ 10:31 am

Im altehrwürdigen Audimax habe ich diese großartigen Räumlichkeiten vorgefunden. Die sanitären Anlagen scheinen noch zur Erstausstattung des Gebäudes zu gehören. Eine Pilgerstätte für Freunde guter Architektur. Ein tolles Detail ist der Sound der hochhängenden Spülkästen: deutliches Einschaltgeräusch, langes Vorgurgeln, WUSCH.

Die Damenabteilung hatte ich aus verständlichen nicht besucht. Dokumente und Erfahrungsberichte werden aber gerne entgegengenommen.

24. Juni 2012

DER WAHRE AC UNTERGRUND IM AUTOMATEN-CASINO

Das wahre Mekka des Aachener Untergrunds scheint zur Zeit das Automaten-Casino am Kapuziner Karree zu sein („Hier spielt das Leben“). Hier gibt sich jedenfalls neuerdings die Creme de la creme abgehalfteter deutscher Schlagerstars die Klinke in die Hand. War es letztens noch BATA ILLIC, der für 1 Euro Eintritt die großen Scharen spielsüchtiger Schlagerfans animierte, so gab am Samstag GABY BAGINSKY (wer erinnert sich nicht gerne?!) ihr Bestes, uns in die Abhängigkeit zu treiben. Bei duften Gewinnspielen, moderiert vom legendären Jürgen Renfordt(!), war ein dufter Untergrundabend garantiert. Mehr davon! (War jemand da?)

Noch was: Könnten wir bitte wieder unser altes AC Untergrund Logo/Bild wiederhaben! Das neue Design der Seite ist soooo langweilig… Danke.

31. Januar 2010

>AACHENER ABORTE Teil 5

Filed under: Aachener Untergrund, Aborte — jolly joker @ 12:43 pm

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Und hier noch zwei Stille Örtchen aus Aachen. An die Entleerungsstation auf dem Parkplatz Jesuitenstraße / Prinzenhofstraße erinnern leider nur noch die beiden kleinen, runden Fensterbögen neben der zugemauerten Eingangstür. Die andere Servicestation ist hochmodern und erwartet den Gast mit dem nötigen Kleingeld am Rande des Elisengartens an der Hartmannstraße.

20. Dezember 2009

>Aachener Aborte 3

Filed under: Aborte, Klonauten, Kultstätten in AC — karl pach @ 11:52 am

Aachens bestes Restaurant war zweifelsfrei die Imbisstube Zipprath in der Rosstraße. Wie fast alles Gute in unserer Stadt, gibt es nun auch diese heilige Restauration nicht mehr. In den 30er Jahren des letzten Jahrhunderts baute Zippraths Großvater seinen Schweinestall (stimmt wirklich) zu einem Speiselokal um. Die inneneinrichtung wurde nie erneuert, man hatte also das Vergnügen in original Vorkriegsmöbeln zu speisen. Zipprath schnitzte die Fritten von Hand aus frischen Kartoffeln. Die amtlich Methode des Frittierens mit 2 unterschiedlich beheitzten Frittenbädern wurde hier mustergültig praktiziert. Der Sauerbraten machte das Lokal zur Pilgerstätte für Fress-Experten.
Mein Entzücken hätte größer nicht sein könne als ich den Abort aufsuchte. Der Laden war auch hier voll auf der Höhe edelster Ästhetik. Eines dieser seltenen Fallrohr Klos wartete mir auf. Welchen Sinn diese Bauform macht ist für mich immer noch ein Mysterium. Der abgebildete Spülkasten in hochhängender Bauform sorgte für eine solide und lautstarke Entsorgung. Der Sound des ins Becken strömenden Wassers war überzeugend. Dummerweise hatte ich es seinerzeit nicht geschafft die Akustik zu dokumentieren. Die Fotos zeigen die Anlage in Aktion.

18. Dezember 2009

>AACHENER ABORTE 2 -VERGESSENE ÖRTCHEN

Filed under: Aborte, Klonauten, Kultstätten in AC — jolly joker @ 8:21 pm

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Ja, es gibt sie noch: vergessene Örtchen in Aachen. Früher gehörten sie ins Stadtbild. Zentral gelegen auf Plätzen, an Parkanlagen oder dezent ins Stadtbild eingebunden. Meistens hatten sie einen zweifelhaften Ruf und unberechtigter Weise wurde ihnen mit gewissem Ekel und Abneigung begegnet. Wenn der Kackstift drückte oder die Blase längst ihr Limit überschritten hatte, waren sie der absolute Retter in der Not. In manchen Örtchen fand man sogar Personal, das für die Ordnung und Sauberkeit zuständig waren. Die Örtchen erhielten damals von den Aachenern die unterschiedlichsten Namen: Urinal, Pissoir, Kackstation oder Bedürfnisanstalt. Heute sind sie aus dem Stadtbild fast verschwunden. Nur wenige Hinweise finden sich noch. Mein Lieblingspissoir wartete am Burtscheider Viadukt zur Dammstraße hin, auf der rechten Seite zur Jägerstrasse auf mich. Auf dem Heimweg von der Schule in der Lothringerstrasse machte ich dort gerne Station und entleerte mich. Schon der penetrante Geruch von Klowürfel und Urin, der beim Betreten des Pissoirs in meine Nasenlöcher strömte, besaß einen sehr hohen Widererkennungswert. In diesem Pissoir , das nur richtigen Männern Asyl bot und Frauen regelrecht ausschloss, befand sich ein gefliestes Urinbecken. Entleerte man sich synchron so konnte man sich, je nach dem wo man am Becken stand, von der Flüssigkeit des Anderen durch einarmigen Salut mit verabschieden, wen alles langsam aber geregelt an einem vorbei floss. Heute ist die Urinalstation verschlossen und ich denke beim Anblick an glückliche gemeinsame Jahre.

Eine weitere größere Entsorgungsanstalt befand sich am Eingang des Burtscheider Ferberparksan der Kapellenstrasse. Auch diese Anstalt, deren Mitarbeiter für Männer- und Frauenbedürfnisse zuständig waren, ist heute geschlossen und soll 2010 als Cafe umgebaut werden. Da ich meine Kindheit im Ferberpark verbracht habe, kam ein kostenpflichtiger Besuch im Notfall nicht in Frage, dafür bot der Park doch genug Gebüsch.

Heute steht in unmittelbarer Nähe zu den alten Sanitäranlagen ein kostenpflichtiger, hochmoderner, silberner Einmannbedürfniserlebnisraum. Alles clean und alles steril. Da kann die Entsorgung eigentlich keinen Spass machen. Allein mit der ganzen Technik und die Angst im Nacken, dass jederzeit die Tür automatisch aufgeht, bevor man richtig fertig ist.

Auch eine längst vergessene Bedürfnisanstalt wartete am Adalbertsteinweg neben dem Friedhofeingang auf seine Kunden. Getrennt nach Geschlechtern sorgte das Personal für die Erleichterung. Heute sind dort Fenster und Eingangstüren zugemauert.
An ein reines Herren-Pissoire auf dem kleinen Platz an der Lothringer Strasse, Ecke Alfonsstrasse, erinnere ich mich auch gerne zurück. Es ist zwar längst abgerissen, doch seine Bauart aus Metalwänden, die mit genügend Bein- bzw. Bodenfreiheit versehen waren und den schmiedeinseren Verzierungen ähnelte den bekannten Pissoirs aus Paris.
Über die Nennung von weiteren vergessenen stillen Örtchen in Aachen und evtl. auch mit einem Erlebnisbericht freut sich Jolly Joker

1. November 2009

>Aachener Aborte

Filed under: Aborte, Klonauten, Kultstätten in AC — karl pach @ 8:16 am

Erlebnisse der Kindheit können in späteren Lebensabschnitten Klärung verlangen. 1972 hatte ich das Vergnügen in Rurberg das bekannte Freibad kennenzulernen. Dass im Becken Fische schwammen war faszinierend. Traumatisch wirkte sich ein Besuch der Toiletten aus. Die Ausstattung bestand aus sogenannten Fallrohr-Klos. Im Gegensatz zu den üblichen Flach oder Tiefspülern besaßen diese Becken keinen Sifon. Man konnte durch die Öffnung bis tief ins Rohr schauen. Die Vorstellung dort hineinzufallen schockierte mich. Man hätte z. B. mit einem Bein im Rohr steckenbleiben können oder so. Worin der Zweck besagter Bauform liegt, erschließt sich mir bis heute nicht. Eine Anfrage bei einem Aachener Sanitärfachhandel brachte auch keine Klärung. Derartige Modelle sind unglaublicherweise heute noch lieferbar. Dieses Modell trägt die Bezeichnung „Land“(?)! Bei tieferer Betrachtung des Objekts werden weitere Fragen aufgeworfen: Wie putzt man sowas? Gibt es Klobürsten mit 2 meter langem Stiel?

Der experimentierfreudige Defäkierer hat in unserer Stadt die Möglichkeit derartige Aborte anzupilgern. Obiges Foto entstand in der Herren Kackkabine des Waldfriedhofs.

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