Aachener Untergrund Kultur

4. Oktober 2017

Sanierungsgebiet Mostardstraße/Neupforte

Filed under: Aachen in den 70ern, Architektur&Städtebau — karl pach @ 8:38 am

Das Gebiet Mostardstraße/Neupforte sollte Anfang der 70er Jahre saniert (abgerissen) werden. Einer Bürgerinitiative ist es zu verdanken, dass dieses urige Stück Altstadt heute noch existiert. Die Bürgerinitiative war seinerzeit u. A. mit Veranstaltungen und Infoständen aktiv. Wie im vorhergegangenen Artikel zu Karsten Voormann erwähnt, erhielt Sie auch Unterstützung der Aachener Videowerkstatt.

Zur weiteren Vertiefung empfiehlt sich die Diplomarbeit „Quartierentwicklung Aachen-Neupforte“ von G. Grzella. Auf 488 Seiten wird das Thema umfassend vertieft. Die beiden Bilder habe ich dieser Arbeit entnommen.

Folgend ein Scan des Neupforten Reports, die Din A3 Blätter mussten aus technischen Gründen gestückelt werden:

Hier noch der Aufruf zur Unterschriftensammlung:

7. September 2017

Karsten Voormann – Materialien

Der 2014 leider verstorbene Karsten Voormann war kein unbekanntes Gesicht in Aachen, insbesondere in Plattenläden traf man ihn gerne. Link zur Traueranzeige: http://www.aachen-gedenkt.de/traueranzeige/karsten-voormann/40189061.
Karsten hatte in den späten 70ern/frühen 80ern was mit, der damals noch kaum verbreiteten, Videotechnik zu tun. Im Rahmen der Tätigkeit für die „Videowerkstatt Aachen“, hatten Voormann und Tom Meffert in Koop mit dem HDZ der RWTH 1978 einen Arbeitsbericht veröffentlicht:

Bin gerade zu faul die Schrift komplett zu scannen, folgt aber vielleicht noch…
Die „Videowerkstatt Aachen“ unterstützte unter anderem Bürgerinitiativen. Die Unterstützung der Aktionen gegen die Sanierung des Gebiets Neupforte/Mostardstraße, beschreibt Karsten in Walter Grasskamps DLF Feature „Vom Recht sich ein eigenes Bild zu machen“. Den entsprechenden Ausschnitt, des am 2.5.79 gesendeten Features, gibt es hier zum Download:

https://www.file-upload.net/download-12697594/voormann-video-dlf.mp3.html

Karsten unterstützte auch das „Freie Radio Aachen“, unseren Piratensender. Im Vorfeld der Räumung des besetzten „Höver Haus“ 1981, dokumentierte Karsten die Nachtwache der Bewohner. Die Doku ist wohl in geschnittener Form seinerzeit auf Sendung  gegangen, hier nun exclusiv das ungekürzte Orignaldokument:

Nachtwache 1: https://www.file-upload.net/download-12697595/nachtwache-1.mp3.html
Nachtwache 2: https://www.file-upload.net/download-12697596/nachtwache-2.mp3.html

Weiteres Material zum Thema wird gerne entgegengenommen (Wer hat eigentlich seine Plattensammlung geerbt?): karlpach at web.de.
Die angesprochene Sanierung des Gebiets Mostardstraße/Neupforte wird im nächsten Post (bald!) beleuchtet.

30. August 2016

Aachen bizarr 2016

Filed under: Architektur&Städtebau — Dieter Antonio Schinzel @ 2:42 pm

Zum fünften mal (nach 2012, 2013, 2014 und 2015) reiste Dieter Antonio nach Aachen für seine jährliche Stadtwanderung auf diesem Blog.

Seine düsteren Prophezeiungen vom letzten Jahr – Kahlschlag rund um den Kaiserplatz als gewollter Kollateralschaden der neuen Shopping Mall – erwiesen sich als korrekt:

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Was bleibt:
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Unterdessen im neuen Einkaufszentrum:
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Traditionsgeschäfte zeitgemäß am Adalbertsteinweg:_DSC7952_DxO

Katholisch:
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Kombiniert (nahe Europaplatz):
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…mit geklautem Logo:
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Gastronomie als Seismograph der Globalisierung:
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Protestformen 2016:
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Konkrete Poesie / concrete poetry:
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Und noch:
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27. Juni 2014

„Wann wird der Aachener Dom abgerissen?“

Filed under: Aachen in den 60ern, Architektur&Städtebau, Politik — karl pach @ 7:13 am

Passender Untertitel für den 3.Bericht des Lehrstuhls für Werklehre der RWTH Aachen: “ Planung, Aufbau, Fortschritt? Aachen 1968″. Autor Hans Schmalscheidt widmet den Bericht der seinerzeit grassierenden Abrisswut, welche sich nach dem Krieg anschickte, die verbliebenen Reste der Stadt zu vernichten. Ein sinnvolles Buch aus einer Epoche, die selbst seitens unserer Hochschule, kritischem Gedankengut offen stand. Leider hat das Thema nichts von seiner Aktualität verloren.

Hier das seltene Buch gescannt und als PDF zum Download:

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Fängt kurioserweise mit Seite 41 an, ich bitte dies zu entschuldigen.

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