Aachener Untergrund Kultur

24. November 2011

AACHENER KINOS – Geschichte

Bei meinen Recherchen zur Aachener Kinovergangenheit stieß ich auf eine Arbeit, die wohl in dieser Form einmalig ist. Silke Koschker gibt in ihrer Magisterarbeit „Die Kinoentwicklung in Aachen – Eine Untersuchung der Lichtspielhäuser“ aus dem Jahr 2000 eine unerreichte Einsicht in die Historie, Architektur und die regionale Verteilung der Öcher Kinos vom späten 19. Jahrhundert bis zum Jahre 2000. Ihre Arbeit basiert auf sämtlichem vorhandenen Materiel des AC-Stadtarchives sowie der örtlichen Presse, das in mühevoller Kleinarbeit zu einem umfangreichen Werk zusammengestellt wurde. Neben einem geschichtlichen Gesamtüberblick gibt es alle auffindbaren Details (sowie rare Fotos) aller ermittelbaren Aachener Kinos. In der nächsten Zeit werde ich hin und wieder Posts zu einzelnen Kinos einstellen, zunächst gibt es aber hier eine „chronologische Reihenfolge des Erstbezugs/der Schließung Aachener Kinostandorte“. Vielen Dank an Silke!

9. Januar 2010

>AUF EIGENER FAUST

Filed under: Film in Aachen — Allo Pach @ 3:43 pm

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„Im Laufe diverser, gemeinsam durchzechter Filmfestnächte entstand die Idee zu dieser durchgeknallten Gemeinschaftsproduktion von 4 Regisseuren:
Francescon & Lenz aus Offenbach (die mit Ihrer tabulosen Trash-Trilogie „Freax“ in der deutschen Kurzfilmszene längst Kultstatus erreicht haben) und Lohrmann & Fischer aus Köln / Aachen drehten in Aachen mit maximalem Aufwand bei minimalem Budget einen bizarren Actionthriller. Großkalibrige Waffen, spektakuläre Special Effects und perverse Sexphantasien geben diesem Allerweltsplot eine gänzlich neue Dimension. Professionell inszenierter Dilettantismus und der Wille zur brachialen Ästhetik erschaffen eine gnadenlose Genreparodie, die angesichts aktueller, pathetisch-heroischer Mainstreamprodukte gerade zur rechten Zeit erscheint. Schrill, schräg & sexistisch setzen sich die Filmemacher in diesem Trashkracher sich selbst als Hauptdarsteller in Szene und lassen die Grenzen guten Geschmacks weit hinter sich. “
Deutschland 1998 / 20 Minuten

Scheint ja was für die „ganz Harten“ zu sein. Leider habe ich den Film bis jetzt nicht gesehen.
Laut Paul Mono (danke für den Scan) sind die Drehorte eindeutig Aachen/Kornelimünster.
„Selbst Hardcore gewöhnte Leute fanden den Film sehr unangenehm“ (Günter H. J., AC-Filmkritiker). Hört sich SEHR interessant an.
Hat irgendwer mehr Infos?

26. August 2009

>HIRSCHE NICHT AUFS SOFA – Aachen 1985 Video

http://mediaservices.myspace.com/services/media/embed.aspx/m=62441267,t=1,mt=video

Gaaanz tief unten aus der Schatzkiste kommt dieses schöne und nie veröffentlichte HNAS Video. Die Aufnahmen stammen wahrscheinlich von ca. November 1985, die Abwassermusik LP war wohl fertiggestellt, aber noch nicht veröffentlicht, Melchior war in Mache.
Anlässlich eines Besuches von Jon Carlson aus Seattle (der dann wenig später das DOM America Label gründen sollte – und mit Dr. Tengelmann und Herrn Mücke die Band ULTRA betrieb) wurde bei Allo Pach(!) tragbares Kamera-Equipment für 50 DM geliehen und losgefilmt…
Nur Allo ist es zu verdanken, dass überhaupt HNAS Video-material existiert!

28. Juli 2009

>BERND UWE KÖTER – Filmmusiken C-60 Cassette (VZF Verlag, 1981)

Der gebürtige Burtscheider Bernd Uwe Köter machte vor allem in der Filmbranche von sich reden. Von den späten 60ern bis heute produzierte er mehr als 70 Filme und führte in den meisten davon auch Regie. Über die Aachener Stadtgrenzen hinaus ist wohl bekannt, dass das Aachener Komponisten-Paar Elisabeth Wurst und Dieter Bauknecht viele Musiken für Köters Filme schuf.
Was aber wohl die Wenigsten wissen dürften, ist, dass Köter auch für einige seiner Filme die Musiken selbst komponierte und auch einspielte. Diese Filmmusiken blieben alle unveröffentlicht, bis auf eine kleine Auswahl an Titeln der Jahre 1976-78 , die auf einer Cassette, die wohl zu Promotionszwecken im Jahre 1981 an verschiedene Filmproduktionsfirmen geschickt wurde, einem kleinen Hörerkreis zugänglich gemacht wurde. Die Auflage betrug sicher nicht mehr als 50 Exemplare. Das hier zu hörende Stück „Spul zurück“ hätte man einige Jahre später wohl als „Industrial“ bezeichnet. Wie im filmischen Bereich, so war Köter auch auf dem Filmmusik-Sektor einmal mehr seiner Zeit voraus…

http://www.megaupload.com/?d=4YJFPKPE

3. Juli 2009

>DR. SCOTT – Reihe: Bizarrer Bad Aachener Film

Filed under: Bernd Uwe Köter, David Scott, DOM, Elisabeth Wurst, Film in Aachen — karl pach @ 8:12 pm

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Zur Aachener Kultur gehört natürlich auch die zeitgenössische Filmemacherei.
Der Burtscheider Regisseur Bernd Uwe Köter steht seit den späten 60ern wie kein anderer für den qualitativ hochwertigen Film in der Kaiserstadt.
Zusammen mit der Filmkomponistin Elisabeth Wurst (die ja auch schon 2 CDs bei DOM EK veröffentlicht hat) gelang es Köter für seine neueste Arzt-Thriller-Serie „DR. SCOTT“ den schottischen Top-Schauspieler David Scott zu gewinnen.
Hier ist nun die erste Folge „Neu in der Stadt“:

http://vids.myspace.com/index.cfm?fuseaction=vids.individual&videoid=59936788
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