Aachener Untergrund Kultur

9. Dezember 2015

Speck Nusseck & Die Legendären Fettboys – Däncemusic Für Dicke Bäcker

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Die nimmermüden Kollegen von Tape Attack haben soeben die 84’er DOM-Cassette Speck Nusseck & Die Legendären Fettboys – Däncemusic Für Dicke Bäcker wiederaufgelegt. Die Songtitel verraten Lokalkolorit der Stadt Aachen (in der, wer’s nicht weiß, die Straßen mit Bäckereien gepflastert sind wie andernorts mit Kneipen): „Ochsenaugen“, „Schokoguß“, „Zwiebelbrötchen“, „Heilige Nußecke“, „Ranziger Als Gestern“, „Aus Der Bäckerei“, „Glühwein Im Bädkasten“. Im Gegensatz zu späteren DOM-Produktionen geht es hier erstaunlich (kraut)rockig zu.

 

8. November 2014

Au Hurgebiet III am 28. November!

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Für die dritte Ausgabe unseres Filmabends wurde wieder eine Menge historisches und hysterisches Material zusammengesucht. Wie schon in den vorherigen Manifestationen erwartet den Besucher eine Mischung aus merkwürdigen Dokumentationen, obskuren Konzert-Mitschnitten und bizarren Kurzfilmen aus der Kaiserstadt Aachen. Wir freuen uns besonders, diesmal Heiko Fischer als Special Guest begrüßen zu dürfen. Eine einzigartige Gelegenheit, sich sowohl den Geist verwirren zu lassen, als auch dem Lokalpatriotismus zu fröhnen. So kommet zuhauf in die Raststätte – die Moderatoren stehen auch nach dem Event zum gemeinsamen Alkoholkonsum zur Verfügung.

20. Februar 2010

WALFISCH – Alte Aachener Brauerei und Veranstaltungsstätte

Eine der ältesten Aachener Brauereien, gegründet 1490 war bis 1969 in der Pontstrasse 99 aktiv. Der Brauerei vorgelagert war die Gaststätte Walfisch und der Eingang befand sich eigentlich fast genau da, wo sich bis vor einem knappen Jahr der Eingang des PERA (siehe Bild) befand. Der Walfisch war nicht nur der sonntägliche Treffpunkt zigarrenrauchender Frühschoppengänger ab 50 aufwärts, sondern während der Woche zur Mittagszeit auch Anlaufpunkt hungriger Studenten, denn es gab dort eine preiswerte gutbürgerliche Küche.

Nach Durchschreiten des Lokals gelangte man in einen kleinen Saal, der meist am Wochenende geöffnet wurde um zusätzliche Kundschaft unterzubringen. Am Ende dieses Saales aber befand sich eine verschlossene Schiebetür, die nach dem Öffnen einen zusätzlichen, ziemlich großen Saal offen legte. Dort fanden in den 50er und 60er Jahren neben den obligatorischen Karnevalssitzungen (u.a. der Oecher Börjerwehr und der Fidelen Freunde) und großen Weihnachtsfeiern mit Nikolaus, Hans Muff und vielen vor Angst zitternden Kindern (zu der Zeit war man diesbezüglich noch nicht zimperlich), auch allerlei Versammlungen meist nichtpolitischer Art und internationale Briefmarken –und Münzauktionen statt. In regelmäßiger Unregelmäßigkeit gab es auch Musikveranstaltungen der eher volkstümlichen Art. Der in den späten 50er Jahren sehr beliebte LOU VAN BURG soll einige Male dort gastiert haben.

Links, einen kleinen korridorähnlichen Gang an den Sälen vorbei ,gelangte man dann durch eine schwere Türe auf das Brauereigelände. Ein großes Tor, geöffnet zur Auslieferung des Gerstensaftes befand sich im Marienbongard, an der Toreinfahrt, neben dem vor Ewigkeiten geschlossenen und der natürlichen Zersetzung anheimfallenden Lokal PUB DAVOR. Woher ich das alles weiß? Tja…aus einer Wirtshausfamilie stammend, waren meine Eltern Mitte der 60er Jahre für 2-3 Jahre Pächter des Walfisches, bevor sie dann das Gartenrestaurant FONTANA (jetziges Restaurant Ronheider Stuben) am Ronheider Berg übernommen haben.

Die Erinnerungen meiner Mutter an den Walfisch sind leider nur noch rudimentärer Natur, aber das bisher Gesagte, entspricht mit ziemlicher Sicherheit de n damaligen Zuständen. Inhaber der Brauerei war von 1876-1922 Franz Hamacher und ab 1922 die Hamacher KG. Das Walfischbräu selber soll wohl ein sehr eigenwilliges Bier gewesen sein, dass vor allem die DEGRAA- Trinker, die ja bekanntlich sehr alt wurden, mieden. Andere Aachener Bierkenner schworen auf das Walfischbier und eine nicht unerhebliche Menge von Stammgästen genoss dieses Bier üblicherweise mit „einem Kurzen“ (Korn), das gute alte Männergedeck, in der Region auch gerne „Köppelchen“ genannt. Es wurde auch ein Flaschenbier für den Export abgefüllt. Um Lücken in meinen frühesten Kindheitserinnerungen zu füllen, würde ich mir wirklich SEHR wünschen, noch irgendwelche Zusatzinformationen (Fotos wären natürlich der Oberhammer) über den WALFISCH zu bekommen.

29. Dezember 2009

>HEIN VAN HAMMERSBERG – „Öcher Schlabbermull“

Filed under: Öcher Karneval — Allo Pach @ 11:10 am

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So, hier nun noch mal ein Trip an die äußerste Grenze unseres Blogs, Babula hat den Themenbereich „Öcher Mundart“ ja eröffnet…
Vielen Dank an Dirk Sch., der uns dieses Stück zur Verfügung stellte.

„Zum „Fozze-Leddche“ schick ich dir anbei einen weiteren Öcher Underground Track. Es handelt sich dabei um den Titeltrack der CD-EP „Öcher Schlabbermull“, die ich 2004 mit dem Fozze-Leedche-Schreiber und –Interpreten Helmut Malmes alias „Hein van Hammerberg“ produziert habe. Die Scheibe wird auf Grund der losen Schlabbermull von Karneval und FM boykottiert und deshalb nur unter der Hand vertrieben.“

Text & Stimme: Hein van Hammerberg
Musik, Arrangement und Produktion: Dirk Schulte

http://www.megaupload.com/?d=3COMLE4F

12. November 2009

>TROPI-COMBO – et Fozze-Leddche

Filed under: Öcher Karneval — babula @ 4:11 pm

Nachdem im Blog bereits eine frühe dada-istische Großtat von Allo Pach mit (s)einer ‚Independent-Veröffentlichung der Aachener Liedertafel von 1962’ dokumentiert wurde, und somit auch die ‚Öcher Mundart’ von einem der Blogbetreiber zurecht zur (Untergrund)-Kultur erklärt wurde, möchte ich ein weiteres Kleinod der Versenkung und Vergessenheit entreißen. Es gibt nichts, was es nicht gibt, wie der betagtere Zeitgenosse immer wieder zu sagen weiß. Man höre bitte dazu den Soundfile des Solowerkes der TROPI-COMBO, die eigentlich Mitglieder eines ‚nicht eingetragenen Vereins’ von St. Josef, der mindestens 45 Aktivisten umfassenden und 1970 gegründeten TROPI-GARDE, waren. Das zweideutige und unterproduzierte Werk mit dem verfänglichen Titel ‚ET FOZZE-LEDCHE’ wurde auf Vinyl gebannt und – wie auch immer – unters Volk gebracht. Das von mir ergatterte Exemplar schien auf SEHR große Begeisterung gestossen zu sein, denn wie man dem Soundfileproblemlos entnehmen kann, wurde diese Single von dem damaligen Eigentümer hundertfach gespielt.UNBEDINGT ANHÖREN – MEHR AACHEN geht nicht !!

http://www.divshare.com/flash/playlist?myId=9323550-d55

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