Aachener Untergrund Kultur

17. Dezember 2011

Allo Pach Tram Werbung Vol.2

Filed under: Allo Pach, Familie Pach, Hifi, Plattengeschäfte in Aachen — Schlagwörter: — Allo Pach @ 9:20 am

Nachdem Karl die Rubrik „Tram-Werbung“ vor einiger Zeit eröffnet hat, folgt nun Volume 2.  Die Aachener Strassenbahnwerbung scheint doch sehr von Möbelhäusern dominiert gewesen zu sein, Reklame hiesiger Schallplatten- und Hifigeschäfte findet sich recht selten. Hier aber nun 2 Fotos mit Allo Pach Werbung aus dem sehr empfehlenswerten Buch „Euregio Tram Revue“: zuerst die Linie 15 (die ja bis zum bitteren Ende, 1974 noch fuhr) in der Peliserkerstrasse, am Bunker, Datum ist unklar, dann die Linie 1 (Hbf-Haaren?), hier an der Metzgerstrasse (8/1958).

14. November 2011

MONTANUS – Die Auflösung…

   …jedenfalls was die Örtlichkeit betrifft, ist durch dieses zufällig gefundene Foto von 1984 (links)bewiesen WO Montanus untergebracht war: nämlich in der Mitte der Adalbertstrasse und nicht etwa „in den Räumen der Wohlthatschen Buchhandlung“, wie von einigen Mitbloggern vermutet. Babula und ich waren letzte Woche zur Beweissicherung auf Ortsbesichtigung (siehe rechtes Foto), ehe das Haus noch abgerissen wird, was ja täglich passieren kann…

16. Januar 2011

HEILIGER+KLEUTGENS ANNO 1979

Filed under: Aachener Schallplattenläden, Plattengeschäfte in Aachen — Allo Pach @ 8:46 pm
 

Der nächste Fund aus dem Innern einer Vinylsingle.
Gleich mehrere Dinge stoßen auf dieser Rechnung vom 09. Oktober 1979 ins Auge.
Erstens finde ich es mehr als erstaunlich, dass man 1979 noch DM 1,10 für ein Single-Sternchen hinlegen musste. Heutzutage kann man sich glücklich schätzen, wenn man bei ebay einen Euro für 100 Stück bekommt (ernsthaft!).
Schön informativ ist vor allem die Rückseite der Quittung.
Für mich neu ist die Verwaltungs und Zentralkundendienstadresse in der Schützenstrasse. Ich muss da beizeiten noch einmal vorbeischauen, wo genau das war.
Niedlich auch das Wort „Musi-Cassetten“. Ganz toll aber der Hinweis auf „bestgeschultes Fachpersonal“. Also das habe ich nun wirklich anders in Erinnerung.

19. Juni 2010

PLATTENGESCHÄFTE DER 50ER JAHRE

Filed under: Plattengeschäfte in Aachen — karl pach @ 7:53 am

Jörg Z. war so freundlich folgende Adressbucheinträge zur Verfügung zu stellen:

Jörg:
Der neueste Eintrag hat mich daruf gebracht, mal meine alten Adressbücher zu wälzen.
Die angehängten Anzeigen stammen aus den Aachener Adressbüchern 1955/56 und 1957/58.
Offenbar ist das H&K Logo in dieser Zeit entstanden – in der Anzeige von 1955 ist es noch nicht drin, 1957 dann (wahrscheinlich) zum ersten Mal.

Vielen Dank lieber Jörg!

9. April 2010

BABULA – eine Annäherung

Bei Babula in der Pontstrasse gab es ja neben linker/alternativer Literatur auch obskure Schallplatten und Cassetten zu kaufen.
Unklar ist:
a) wann eröffnete der Laden?
Dass Ba-bu-la Basisbuchladen heißt, war mir bis gestern nicht klar (s. Anzeige), der Name läßt ja irgendwie darauf schließen, dass seine Eröffnung irgendwann in den späten 60ern stattfand.
Die Anzeige stammt aus einer Schülerzeitschrift vom Februar 1982:

b) wann machte der Laden dicht?
Im Wintersemester 1985/86 jedenfalls gab es Babula noch, wie wir aus einer Anzeige des Labyrinths in einer Studenten-Informations-Broschüre erfahren:

Dann verliert sich die Spur. Wurde an anderer Stelle weitergemacht?
Wann? Wo? Gibt es Fotos?

27. Februar 2010

ALLO PACH 1987

Filed under: Aachen in den 80ern, Allo Pach, Plattengeschäfte in Aachen — Allo Pach @ 12:29 pm


…gab es 1987 eigentlich schon Saturn o.ä. in der Stadt?
Jedenfalls präsentiert sich diese Anzeige aus dem Jahre 1987 ganz so, als wäre Allo zu diesem Zeitpunkt noch die klare Nr. 1 in Aachen.
Hat man eigentlich intern die Kunden über all die Jahrzehnte gezählt?
Und wer war der Glückliche, der an diesem Tage (langer Samstag?) die dufte Überraschung überreicht bekam?
Wie immer bleiben Fragen offen…
(Dank an Jörg Z.)

17. Februar 2010

MUSIKLADEN – Kleiner Nachtrag

Filed under: Aachen bizarr, Plattengeschäfte in Aachen — babula @ 9:14 pm

Habe leider kein Foto des Ladens und traue mich nicht eins von seiner Homepage zu kopieren. ALLO hat das Mysterium Jürgen ja bereits mit Bravour durchleuchtet, doch seien noch kurze Ergänzungen und persönliche Erlebnisse von mir gestattet.

Ich hatte manchmal die Gabe etwas aus Jürgen, einem Kerl von einem Mann, rauszukitzeln. Dies war beileibe nicht einfach. Vor allem wollte ich immer wissen, WER denn Belfast von Boney M für 23 Mark kauft, und da er beispielsweise Rivers Of Babylon 17 mal in allen möglichen Zuständen, also von Cover druckfrisch bis Schnurrbart gemalt und Augen ausgestochen, ebenfalls alle für 23 Mark verkauft und nicht erst mal die ersten 15 für sagen wir 5 Mark und die letzten beiden für 23 Mark? Die zwar leicht veränderten, aber sinngemäß immer gleichen Antworten lauteten in etwa so: „…irgendwann kommt ein Japaner und kauft das…“ oder „…ich hab hier Kunden aus der ganzen Welt, die kommen rübergeflogen….“ oder „ist doch egal…irgendwann verkauf ich es.“ oder sogar „Ich brauch nix zu verkaufen….“

Auf eine Anmerkung von mir, dass in einer Hülle die falsche Platte steckt, erhielt ich zur Antwort, das sei egal, der Kunde probiert ja auch im Kaufhof eine Hose zuerst an (was immer das bedeuten soll…. )??!!??
Ganz toll war auch die Antwort, wo denn die SOUL Singles stehen. Antwort: „Da oben, wo BLACK PEOPLES draufsteht! „Das Harte und gleichzeitig Traurige daran ist, dass Black Peoples zufälligerweise auch noch einen entfernten Sinn ergibt.

Schön war auch die Ecke mit den Samplern (nun ja..Ecke, ich habe ganze Ladenlokale gesehen, die waren kleiner als DIESE Ecke). Nur der allerletzte Dreck. Da Jürgen dies wohl in abgeschwächter Form haufig zu hören bekam, wich er -und das ist mehr als bemerkenswert- von seinem, von Allo glänzend beschriebenen, Preissystem ab und verkaufte alle Sampler zumindest ab 1999 oder so für 6 Euro(!) das Stück. Auf meine Anmerkung, das selbst dies doch VIEL zu teuer sein, erhielt ich die fachmännische Antwort: SAMPLERS (man beachte das S) verkaufen sich immer. Toll war auch die Aussage so um 2002 rum, dass die Zukunft im Internet liegt.

Einmal kam ein GOTIKER in den Laden (der übrigens fast immer leer war, wenn ich da war) und fragte nach einem Sisters of Mercy Bootleg und bekam zur Antwort , dass gestern (!!) jemand da war und ALLE gekauft hat. Ich schaute dann später mal unter S nach und fand jede Menge Sisters Boots. Also tatsächlich lieber nix verkaufen als irgendwas tun zu müssen.

Erstaunlicherweise konnte ich dennoch hin und wieder etwas finden. Ich erinnere mich an den Kauf einer seltenen Postpunk-Single von den Mudhutters (total falsch wegsortiert), die ich für 25 Mark oder so ergattern konnte.

Einmal kam ich kurz vor Ladenschluß in den Laden und wurde nicht, wie sonst üblich, direkt des Ladens verwiesen, mit der Bemerkung, man schließe gleich (also in etwa 30 Minuten oder so), sondern Jürgen war bester Laune (offensichtlich neue Ballerrekorde aufgestellt oder den ganzen Tag die Bude voller Japaner gehabt) und hatte eine Platte von Peter Alexander (glaube ich) oder so aufgelegt und sang dabei phasenweise gut gelaunt mit. Ich blieb ein bisschen, lobte sein Preissystem und zog gegen 19.15 Uhr (!!!) verwirrt von dannen.

Dennoch, eins muss man trotz allem Unverständnis neidlos anerkennen. Europas grösster Plattenladen? existiert jetzt mehr als 20 Jahre und Jürgen hat sich wahrscheinlich dort nicht kaputt gearbeitet, sondern hatte viel Ruhe und Gelassenheit, die er auch –und jetzt vollkommen ironiefrei- ausstrahlte. Innerlich vermutlich gefestigter als viele seiner Besucher und/oder Lästerer. Einen unzufriedenen Eindruck hat er auf mich auch selten gemacht (es sei denn man wollte Platten anhören oder so). In diesem Sinne…leben und leben lassen.

5. Februar 2010

DRAGNET RECORDS – Aachens bester Plattenladen (1990-1998)

DRAGNET RECORDS öffnete Anfang September 1990 seine Pforten in der Aureliusstrasse in Aachen. Zunächst präsentierte sich der Laden als reiner Collector’s Shop, d.h.: man verkaufte fast nur rare, gesuchte Scheiben, was die Aachener Käuferschaft in 2 Lager spaltete: Die einen mochten den Laden nicht, ob der hohen (zumeist aber angemessenen) Preise, sie empfanden Dragnet als „elitär“. Andere (ich z.B.) verbrachten dort ihre Samstagvormittage (Ladenschluß war ja noch 14h), vom Personal bestens versorgt mit Keksen und Kaffee und Raritäten.
Auf jeden Fall hatte die Kaiserstadt (und Umgebung inkl. Köln) solch einen speziellen Laden noch nicht gesehen.
Durch eine Repertoire-Erweiterung um Indie/Gothic/Industrial Neuware und deren sehr günstigen Preise, sowie regelmäßigen, umfangreichen Mailorderkatalogen mauserte sich DRAGNET sehr bald zur NRWs erster Adresse in Sachen Schallplatten/CDs. Dies lockte natürlich ein breites -auch auswärtiges- Publikum in den Laden, was oft freitags und samstags zu leichtem Gedränge führte.
Als Dankeschön feierte man jährliche „Jubiläumspartys“ mit satten Preisnachlässen, Sekt und Salzstangen ohne Ende. Wahrlich goldene Zeiten…
Neben dem Laden gab es noch weitere Aktivitäten:
Bereits im Frühjahr 1991 erschienen die ersten Vinyl/CD Produktionen auf dem hauseigenen Label DRAGNET, sowie auf DRADOMEL, einer Kollaboration von DRAGNET und DOM ELCHKLANG und man veröffentlichte ab 1995 auf dem via ROUGH TRADE vertriebenen Indielabel SCOUT RELEASES einige sehr erfolgreiche CDs (The Fall, Mekons, Handsome family etc.).
Ebenso organisierten die Dragnet-Macher rund um Aachen Konzerte (EA 80, Legendary pink dots, Rausch, Jack or jive, etc.).
Schließlich betrieb man ab 1996 einen Tonträger Export-Großhandel (TARGET EXPORT) in der Weststrasse in AC (bis 2008) und das Panteon CD-Preßwerk in Alsdorf.
Diesen arbeitsintensiven Beanspruchungen fielen dann leider der Laden (1998) und später auch die Label zum Opfer.
Aber für alle nostalgisch veranlagten Dragnet-Fans gibt es nun einen angemessenen Trost:
Die Dragnet Betreiber, sowie ehemalige Mitarbeiter, haben ein eigenes Blog eröffnet, mit schönen Fotos, Devotionalien und Erinnerungen rund um Aachens besten Plattenladen und alle anderen Dragnet-Aktivitäten:
http://scoutreleases.blogspot.com/

23. Januar 2010

>ALLO PACH LABEL Vol.2

Filed under: Aachener Label, Familie Pach, Hifi, Plattengeschäfte in Aachen — Allo Pach @ 3:25 pm

>

Ein weiterer Beweis für die frühe „Independent-Tätigkeit“ des Allo Pach.
Auch in der Session 62/63 gab es eine Single-Veröffentlichung auf dem hauseigenen Label. Selbst wenn Allo nicht der allererste Plattenladen Aachens war, so hatte er aber anscheinend (20 Jahre bevor das hip wurde) das erste Indie-Label der Kaiserstadt! (Dank an Paul Mono).

28. Dezember 2009

>ETIKETTEN, SIEGEL & PREISAUFKLEBER Teil 4

Filed under: Plattengeschäfte in Aachen — Allo Pach @ 8:31 pm

Tolles Verpackungswerbetütenteil vom Pionier-Schallplattenladen Hans Jansen. Offensichtlich in direkter Zusammenarbeit mit Electrola. Vielen Dank an Robert Giftland für die Ausgrabung.

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