Aachener Untergrund Kultur

21. Dezember 2014

ULTRA – Delirious elaborations 4 CD Box (DOM USA)

So kurz vor dem Fest noch ein duftes Weihnachtspräsent von DOM AMERICA (weiland ab ca. 1986/1987 die amerikanische Filiale des Aachener DOM Labels): Endlich gibt es nun alle Werke von ULTRA, der Band aus Aachen (2/3) und Seattle (1/3) im digitalen Format, …hat ja immerhin ca. 25 Jahre gedauert.
Die 4 CD Box enthält die LPs ‚Youthful Pleasures‘ (1986/87), ‚Zoll‘ (1988/89), ‚Spray/Death/Ultra‘ (1991) und die Kompilation ‚Roman Holiday‘. Dies ist (fast) das gesamte Material, das das Original ULTRA lineup (St Degeneratus/Jon Carlson, Dr Tengelmann/Achim P. Li Khan und Herr Mücke/Christoph Hemann) in den Mitt- und Spät-80ern (zum großen Teil) beim armen Ramon produziert hat.
Die Box ist recht nett aufgemacht, die CDs kommen jeweils in eigener Mini-LP-Stecktasche mit neuem Artwork (ich dachte erst, es wär die Antoniusstraße…), das Booklet enthält Texte, Fotos von original Werbeflyern und (etwas knappe) Linernotes und ist zu einem wirklich unschlagbaren Preis ($ 20!!!) zu bekommen.
Also zugreifen!
http://domamerica.bigcartel.com/product/ultra-delirious-elaborations-4-cd-box-set

ULTRA Box

20. Februar 2013

Urin, Tierversuche

Die Kollegen von Tape-Attack haben die 1982er-Cassette „Tierversuche“ der schon damals semilegendären Aachener Dilletantenband Urin veröffentlicht (siehe unsere frühere Berichterstattung). Bandleader und Labelbetreiber Frank Papst Pest heisst darauf „Papst Piss“, und es gibt schöne Textzeilen wie „Ich wohne in einem russischen Tiergarten / Ich wichse den Elefanten am Rüssel“.

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25. Juli 2010

UNITED DAIRIES LABEL TREFFEN IN AACHEN MÄRZ(?) 1986

Filed under: Aachen in den 80ern, Aachen-international, H.N.A.S., Ramon — Allo Pach @ 8:58 pm

Fast 25 Jahre ist es nun tatsächlich schon her, dass sich Nurse with wound und Asmus Tietchens während eines Besuchs in der Kaiserstadt zusammen mit H.N.A.S. als „Großes United Dairies-All-Star-Orchester“ bei Ramon (der damals noch seine alte 4-Spur Maschine hatte, wenig später dann auf 8-Spur umrüstete) im (B)artlos Studio einfanden, um dort zu „jammen“.
Leider sind die Ergebnisse dieser Session lange verschollen, Herr Stapleton kaufte das Band, nahm es mit nach London und seither ist es nicht mehr aufgetaucht, was vielleicht sogar gnädiger ist, denn das Musizieren gestaltete sich doch recht zäh und unspektakulär (…würde ich natürlich trotzdem nochmal gerne hören).
So gibt es also leider nix zu hören, aber immerhin existieren (Dank Herrn Tietchens) Fotos des Events…

12. Juli 2010

RAMON – ÖCHER STAR OF INDEPENDENT

Filed under: Aachen in den 80ern, Aachener Musikszene, Ramon — Allo Pach @ 6:44 pm


Mensch, war das ’ne tolle Serie weiland 1989 im Öcher Klenkes! Die größten Stars Aachens wurden in einer eigenen Reihe vorgestellt (hat jemand die anderen Volumes?).
Ganz klar im Kreise der Auserwählten:
Ramon Imperator, Öcher Ikone of Homerecording mit Anspruch.
Seit frühen Punkertagen immer ein Motor der Aachener Szene, ob als Musiker, Toning. oder Produzent: Ramon war an fast allem beteiligt was (1980 bis neulich) musikalisch in der Kaiserstadt abging.
Rock weiter, Rami!

16. Mai 2010

SKIPPY

Filed under: Punk auf dem Land, Ramon, Tapes of terror Skippy — karl pach @ 7:20 am
Mitte der 80er auf den Äckern des Vorheinsberger Landes fand sich, eine heute noch/wieder existierende, Punkcombo zusammen – Skippy. Die Geschichte der Trash und Horrorfans hier aus Sicht von Herrn Klotz, welchen auch das folgende Foto aus dem Jahr 1988 zeigt:
Gründung
Als für einen bevorstehenden Auftritt von DEMENTIA 13 im Übach Palenberger Keller Equipment zusammengeliehen wurde, beschlossen zwei Mitglieder der Formation mit einem dritten zusammen, im Oktober 1987 noch eine weitere Band zu gründen, die „sowas wie FLIPPER“ machen sollte. Der Kram stand halt einmal im Proberaum (ein Gewächshaus in Geilenkirchen) und so wurde auch direkt ein Demotape aufgenommen. Mit Ausnahme des Gitarristen hatte man nicht unbedingt Erfahrung am jeweiligen Instrument, und so wurde aus dem Schlagzeuger und Sänger irgendwann der zweite Gitarrist, während der Bassist zum Gesang wechselte. Erstaunlicherweise gefielen die Aufnahmen (als Splitdemo mit Dementia 13 als Tapes of Terror #5 veröffentlicht) dem späteren Gründer des „Very Good Records“-Label aus Dortmund so gut, daß er sich bereit erklärte, zur Hälfte die Finanzierung einer Vinyl EP zu übernehmen.

EP
Die Platte, als Split mit der Dementia 13-Nachfolgeband SAWNEY BEANE (die aber eigentlich aus den selben Mitgliedern wie Skippy bestand) konzipiert, wurde dann 1988 im Ausbruch-Proberaum im Musikbunker Goffartstr. aufgenommen. Als Aufnahmeleiter fungierte Ecki Heck, der auch auf dem ein oder anderen Instrument aushalf. Mittlerweile hatte man noch einen zusätzlichen Schlagzeuger, tauschte aber schonmal die Instrumente. In einem separaten Auto sollte eigentlich auch noch ein weiblicher Background-Chor anreisen, der hatte sich aber verfahren und kam nie am Musikbunker an. Damals mußte man Vinylvorlagen beim Presswerk noch auf Tonband anliefern, was Ramon Creutzer für uns besorgte. Die 500 Cover wurden separat gedruckt und eigenhändig zurechtgeschnitten, numeriert und zusammengeklebt.

Erste Gigs
Jetzt hatte man also eine Platte, aber immer noch nicht viel Equipment, keine Auftritte und eine eher wackelige Besetzung. Es kam eine Bassistin hinzu und man war plötzlich Quintett, der Schlagzeuger ging aber wieder und wurde durch Henry, der eigentlich nur im Proberaum vorbeikam, um Bandfotos zu machen, ersetzt. Dann ging auch der Original-Gitarrist und wurde ebenfalls ersetzt. Nach einer öffentlichen Probe und einer Geburtstagsfeier in Merkstein hatte man im Oktober 1990 den ersten richtigen Auftritt, im Vorprogramm von ALL in der Rockfabrik. Kurz darauf stieg auch die Bassistin aus, konnte aber bald durch Thomas Gier aus Aachen ersetzt werden, womit gleich drei Thomasse in der Band waren. In dieser Besetzung nahm man – wieder im Ausbruch-Proberaum! – 1991 das zweite Demo „Dawn of the Deaf“ (Tapes of Terror #11) auf und spielte vermehrt, dank Vermittlung von Axl G. sogar auf dem „Evol“-Festival in Berlin um drei Uhr morgens. Wir konnten nicht erkennen, ob Publikum da war, da das Bühnenlicht blendete, es soll aber auf der Theke getanzt worden sein. Der weibliche Anhang hatte sich diesmal nicht verfahren, aber den Konzertbeginn verschlafen und glaubt uns bis heute nicht, daß wir tatsächlich gespielt haben.

Quartett
Thomas G. verließ die Band 1992 und statt einen neuen Bassisten zu suchen, wechselte Thomas B. von der Gitarre zum Bass. Der Sound wurde ein wenig härter und 1992 wurde das Demo „Through the looking glass“ (Tapes of Terror #13) veröffentlicht. Eine für 1993 geplante Tour beschränkte sich auf zwei Auftritte in Halle an der Saale und Putzkau bei Dresden, die unterschiedlicher nicht hätten ausfallen können – traf man in Halle auf äußerst freundliche und engagierte Menschen und, obwohl einen kein Schwein kannte, auf ein erstaunlich großes Publikum, tauchte der Organisator des Konzerts in Putzkau überhaupt nicht auf, stattdessen ließ der Saalinhaber seinen Rausschmeißer los, wagte man, die Situation (kein Schlagzeug vorhanden, ein Kasten Bier für drei Bands) zu kritisieren. Da es natürlich auch keine Pennplätze gab, fuhr man nach dem Konzert (vor ca. 5 Leuten mit Deathmetal-T-Shirts) weiter nach Berlin, wohin uns die freundlichen Kollegen von ULTIMATE WARNING einluden. Auch nicht schlecht das in der Frittenbude vor der Rockfabrik gebuchte Konzert in einer Scheune in Schleiden, wo wir auf die Frage nach Spritgeld die Antwort bekamen: „Wieso Spritgeld? Das ist ein Benefizkonzert für bedrohte Völker!“ – oder der Auftritt im besetzten Haus an der Neupforte, wo man die Band bat, leise zu spielen, weil „oben schlafen Kinder“.

Eine weitere geplante Tour, zusammen mit SISTER AUTOMATIC aus Birmingham, mußte 1996 auch leider ausfallen, da deren Gitarrist zwei Tage vor Tourstart in eine Kneipenschlägerei involviert war und das Land nicht verlassen durfte. 1997 verließ Thomas B. die Band und wurde durch Frank F. (Ex-THE SHAMROCKS) ersetzt. Die bereits 1996 aufgenommene CD konnte 1999 nach zahlreichen Problemen tatsächlich noch erscheinen. Im Januar 2008 traf man beim leicht verspäteten 20jährigen Jubiläum im Parkside wieder auf Ramon hinter dem Mischpult und konnte das zweite Album „Infected Minds“ als CD-R präsentieren. Teile davon kann man auch auf der myspace-Seite (http://myspace.com/skippytheband) hören.

Live 1996:

Die aktuelle Skippy CD gibts noch zu kaufen. Als Hörprobe hier die Tracks der „Tinnitus für alle“ Compilation des „Tapes of Terror“ Labels. Details zu den Songs in der Datei:
1. At all (erstes Demo, 1987)
2. Winter (zweites Demo, 1991)
3. Alice D. (drittes Demo, 1992 – dazu hatten wir auch im damals leerstehenden Übach Palenberger Zechengebäude einen Videoclip gedreht, den müssten wir mal digitalisieren)
4. Sold Out (unv. 8 Spur-Aufname, 1991)
5. Infected Minds (Proberaumgerümpel, ca. 2000)

Skippy – Tinnitus Compilation

13. September 2009

>ULTRA – Zoll LP Sessions 1987/88

Filed under: Aachen-international, DOM America, Krach in Aachen, Ramon — Allo Pach @ 6:37 pm

Die Bad Aachen – Seattle Connection.
Eines Tages im Jahre 1985 stand ein gewisser St. Degeneratus aus Seattle vor der Tür und wollte eine transatlantische Lärm-Band gründen. Dr. Tengelmann und Herr Mücke waren natürlich sofort dabei und so wurden in den Jahren 1987-1992 3 ULTRA Lps auf dem amerikanischen DOM America Label veröffentlicht. ULTRA wollten immer die „musikalisch schöneren“ Whitehouse sein, was ja nicht wirklich schwer ist…
Aufgenommen wurde der Krach in Seattle sowie in der Lütticherstr. beim armen Ramon , der dann meist ins Schlafzimmer floh. Leider sind die 3 Platten nie auf CD wiederveröffentlicht worden, da Herr Degeneratus sich wohl in Thailand zur Ruhe gesetzt hat.
Hier eine unveröffentlichte, ca. 2 Minuten längere Version des Stückes „Wackelpeter“ (Original Version auf der 2. ULTRA LP „Zoll“) von einer alten Cassette mit Outtakes, Rohmixen etc.
RAR!
http://www.megaupload.com/?d=38R7NY4K

15. August 2009

>BRIGITTE & THE HANSEN EXPERIENCE – Der Zenit

Filed under: Brigitte Hansen, DOM ELCHKLANG, H.N.A.S., Hansen experience, Ramon — Allo Pach @ 2:20 pm

Im eigenen Land gilt der Prophet ja bekanntlich nicht viel. Während in Japan, USA und Frankreich doch größere Kontingente ihrer ersten LP „Frau Hansen am Bass“ abgesetzt werden konnten, gelang es Aachenes Top Bassistin Brigitte Hansen auf dem heimischen Markt nicht richtig Fuß zu fassen. Das lag vor allem an der völligen Ignoranz der Medien in der damaligen BRD, aber auch an den Verrissen, die in einigen deutschen Rock- und Pop-Gazetten verbreitet wurden. Natürlich hat man viele Neider, wenn man am Bass „die erste Geige spielt“.
Umso erstaunlicher in diesem Zusammenhang aber dann diese doch sehr freundliche LP-Besprechung des Aachener Klenkes in einem Sonderheft zum Wintersemester 1990/91…

25. Juli 2009

>QUALHEIM Der Mini-Pogo Sampler Cassette

Filed under: Cassetten AC, Punk in Aachen, Ramon — Allo Pach @ 10:58 am

Punk kam dann also selbst nach AC-Walheim… Wer hätte es gedacht, dass dort am 24.04.1982 sogar ein richtiges Punk-Festival gestartet wurde…?!
Aufgenommen hat das Ereignis der allseits beliebte Ramon.
10 kleine Negerlein 002, C-10 Cassette,
Trackliste:
1) Strength thru oi’s – Micky Maus
2) SSarc – Triebtäter
3) Bundespest – Chaos für die Welt
4) Konsumterror – Stromausfall
http://megaupload.com/?d=TR5077G6

15. Juli 2009

>ROCK AUS AACHEN, WA – Aachener Stadtsparkassen Sampler LP 1986

Filed under: Ramon, Rock in Aachen, Stadtsparkasse — Allo Pach @ 6:43 pm

Im Jahre 1986 erfüllte sich der Traum vieler echter Aachener Rockmusiker.
Die Stadtsparkasse Aachen hatte zu einem Bandwettbewerb aufgerufen und alle Mucker der Stadt machten mit, sandten ihre Proberaumaufnahmen ein, in der Hoffnung
eines ihrer Stücke auf dem Aachener Sparkassen LP Sampler „Rock aus Aachen, wa“ zu verewigen.
Die Jury aus qualifizierten Bankdirektoren und Rockkennern verbrachte quälende Tage und Nächte damit hinter ihren Schaltern die richtige und vor allem die für Aachen repräsentative Auswahl an junger, engagierter und zukunftsweisender Musik zu finden.
Komischerweise gewannen am Ende die Sprößlinge einiger dufter Geschäftsfreunde des Instituts (…woher kenn ich noch mal den Namen „Kleutgens“?).
Nun ja, die 11 Gewinner waren also mit ihren klasse Rock-Kompositionen dabei und durften dann sowohl ihr Stück im Profistudio CPR-Ibex, Weilerswist aufnehmen, als auch klasse Bandfotos (in prima lockeren Posen) beim Profifotografen machen lassen.
Glückwunsch!
Natürlich ließ es sich das Öcher Bankinstitut nicht nehmen, die „sprudelnde Vielfalt“ der Kaiserstadt (und natürlich die eigene, tolle liberale Haltung) in voller Bandbreite zu präsentieren. Aus diesem Grunde wurden ebenso Beiträge von Zugereisten mit auf die LP gepackt, als auch ein Alibistück für die „rebellische Jugend“ (Pankers), natürlich in der harmlosen Variante, um Bestandskunden nicht zu verschrecken, dafür mußte der arme Ramon herhalten (Ramon, was ist nochmal eine „Hardcove“-Band?).
Also rundrum dufte, nach allen Seiten abgesichert und trotzdem so offen für Vielfalt das Teil, da braucht man den internationalen Vergleich sicher nicht zu scheuen.
Anspieltipps: Matrix mit „Jetzt komm ich“ mit einem gaaanz schön gewagten Text mit viel Kritik an der Gesellschaft, dann Damned Witness (klasse Bandname!) mit „Crying“ für alle, denen „Bakerstreet“ von Gerry Rafferty sowieso schon zum Hals raus hängt und natürlich
Checkpoint, die ganz funky überzeugen.
Ok, nun einen Persico-Apfelsaft un dann ab in den Keller…
http://www.megaupload.com/?d=W03WVB8H

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