Aachener Untergrund Kultur

7. Juni 2010

THE CURE im EUROGRESS 1981 und STEAKHAUS ‚COMEBACK‘

Filed under: Konzerte in Aachen, Lokale in Aachen — babula @ 3:06 pm

Ein CURE Konzert in Aachen, ist das Aachener Untergrund Kultur? Rückblickend auf das Jahr 1981 ist diese Frage für Aachen und Umgebung leider mit einem klaren J A zu beantworten. Übrigens würde im Jahre 2010 ein noch klareres JA zu vernehmen sein.
An das Konzert selber kann ich mich nur noch schwach erinnern. Ich meine mich zu entsinnen, dass der „Support Act“ durch eine Art unspektakulärer Lasershow ersetzt wurde oder angedacht war. Die ersten 2 Minuten waren ja noch spannend, aber dann… Ich erinnere mich, dass die Bühne bei THE CURE in der ersten Hälfte des Gigs hauptsächlich (oder sogar ausschließlich?) durch vereinzelte weiße Scheinwerfer nur sehr spartanisch erhellt wurde und die dadurch entstehenden Schattenspiele sehr gut zu der Musik von FAITH passten.
Habe mir gestern, als Vorbereitung für dieses posting nach Jahrzehnten noch einmal die Platte (Faith) angehört. Der Zahn der Zeit hat ordentlich genagt. Übrigens eines der wenigen Konzerte, wo mein SONY Walkman entdeckt und konfisziert wurde.
Nach dem Konzert mit 4 Leuten noch schnell zum Steakhaus „Comeback“, Ecke Kleinmarschierstrasse und die Steakhouse-Platte Comeback mit 3 kleinen aber feinen Schweinemedaillons, Reis und Sauce Bernaise bestellt. Mit das Beste was man seinerzeit in Aachen für relativ wenig Geld (Curry-Palast mal ausgenommen) essen konnte. Auch das Schweizer Steak, wo die obligatorische Scheibe Käse noch per Hand mit einer Art Bunsenbrenner oder Flammenwerfer vor den Augen der hungrigen Gäste geschmolzen wurde, war sehr beliebt und köstlich.
Die Wartezeit zwischen Bestellung und Servierung konnte man sich mit dem Lesen der kleinen, mit folgendem Text bedruckten Tischaufleger vertreiben:

Es gibt kaum einen Gaumengenuss, um den im Laufe der Jahrhunderte so viel Sagen-haftes erdacht und so viele Legenden gesponnen wurden wie die Ochsenlende. Man kann sich aber eigentlich gut vorstellen, dass es Rausch des Genusses nicht besonders schwer war, auch die fantastischen Histörchen zu erfinden. Der „Erfinder“ des Beefsteaks soll ein römischer Priester gewesen sein. Der Name dieses frommen Mannes ist unbekannt. Über die märchenhafte Geschichte seiner unfrommen Tat berichtet das „Universal-Lexikon der Kochkunst“ so: Der Priester hatte ein Stück Ochsenfleisch als Opfer für den Gott, in dessen Tempel der Dienst verrichtete, gebraten, und als er mit den Fingern anfasste, um es auf den Altar zu tragen, fand er es so entsetzlich heiß, dass er gezwungen war, es fallen zu lassen und schnell mit den Fingern nach dem Mund zu fahren. Da schmeckte er den Saft, der an seinen Fingern klebte, und bei dem Hochgenuss, der seinen Gaumen kitzelte, verlor er jedes Gefühl von Schmerz. Als Mann von Geist legte er sogleich eine andere Scheibe über das Feuer, verzehrte dieselbe in aller Unschuld und vergaß dabei ganz seiner amtlichen Pflichten, die ihm geboten, das Fleisch dem Gott darzubringen. Lange Zeit fuhr er auf diese Weise fort, bis man dann endlich, durch sein blühendes Aussehen aufmerksam geworden, aufgepasst und sein Geheimnis entdeckt. Ohne Zweifel wäre der Tod sein Los gewesen, doch als er vor den Richtern stand, bat er um Erlaubnis, ein Beefsteak bereiten zu dürfen, nach dessen Verspeisung man ihn sofort freisprach und als Anerkennung für die Wohltat. Mit der er die Menschen beschenkt, zum Oberpriester machte. Mit wahrer Leidenschaft wurde nunmehr Beefsteaks im ganzen römischen Reich gegessen und der Tag gepriesen, an dem sich der Priester die Finger verbrannte.

5 Kommentare »

  1. den anfang machte doch die projektion eines films in welchem ein ein holzmännchen langsam zu leben erwacht. die projektion lief auf 3 großen leinwänden und das stück hieß, sofern ich mich erinnere, „the carnage visor“. cure sind mit arafat tüchern um den kopf aufgetreten. war die beleuchtung nicht oft grün und die bühne eingenebelt? das konzert hatte mich sehr beeindruckt.

    Kommentar von Karl Pach — 8. Juni 2010 @ 8:54 am

  2. Ups…habe ich da was verwechselt? Aber wann und bei wem war denn diese langweilige Lasershow als Vorprogramm? So oft war ich nicht im Eurogress. Jetzt wo Du es schreibst erinnere ich mich auch wieder an die seltsame und damals sehr befremdende Kopfbedeckung der CUREs. Bis zur Hälfte des Gigs gab's aber nur weißes Licht, Schatten und Nebel, glaube ich. Als dann nämlich das erste fetzige Stück kam und plötzlich Farbe auf der Bühne war, hat DIES auf mich einen nachhaltigen Eindruck gemacht. So ganz bruchstückhaft kommen momentan Erinnerungsfetzen aus der wässrigen Hirnversenkung.

    Kommentar von Babula — 8. Juni 2010 @ 8:54 pm

  3. mein erlebtes cure konzert im eurogress war im rahmen der primary tour, denke das war 81. wer tatsächlich eine hippe lasershow hatt war georg danzer, so um 83. das sind wir rein weil man bei extrabreit in der mensa, am gleichen abend, nicht umsonst reinkam. das danzer konzert war nicht so schlecht wie man denken möchte. zur lasershow hatten sich die meisten leute auf den boden gesetzt.

    Kommentar von Karl Pach — 9. Juni 2010 @ 5:53 am

  4. habe gerade die eintrittskarte betrachtet, da steht ja auch die carnage visor show drauf. waren wir wohl im gleichen konzert. robert schmitz trug zur kopfverhüllung eine bundeswehrhose.

    Kommentar von Karl Pach — 9. Juni 2010 @ 5:56 am

  5. Also bei Danzer war ich definitiv NICHT. Und wie gesagt war die von mir erlebte Lasershow auch nicht hip, sondern langweilig. An die Bundeswehrhose erinnere ich mich nur ganz, ganz dunkel. War das eine olivgrüne Standardhose oder schon so eine von diesen häßlichen Tarnhosen?

    Kommentar von Babula — 9. Juni 2010 @ 4:30 pm


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