Aachener Untergrund Kultur

26. Juni 2010

TANZSCHULEN IN AACHEN

Filed under: Aachener Veranstaltungsstätten — babula @ 9:27 am

Ist Tanz Kultur ? Tango oder Pogo? Bossa Nova oder Disco?
Ist es nicht die freie Bewegung ohne vorgegebene Formen, die unterhält ?
Tanzimprovisation ist Kommunikation! Und was besonders interessiert, sind die Tempel, in denen die Tanzkultur Kultur erlangt. Natürlich brauchen und suchen wir Material (Fotos, Werbung, Stempel, etc.) berühmt-berüchtigter 70er-Jahre Tanzstätten wie das TIFFANY, TROIKA, RIALTO, BLACK WOTAN, TÖFF-TÖFF, CARLTON, PIMMS und Konsorten.
Aber auch das Ausleben besagter Gelüste und aller Folgeerscheinungen in den stets bieder und spießig anmutenden Tanschschulhochburgen unserer hoch geschätzten Heimatstadt, sollten von Interesse sein. Es ist mehr als erstaunlich, finde ICH, das es selbst HEUTZUTAGE alleine innerhalb Aachens noch 18 aktive Tanzschulen gibt…
Der auf dem weißen Lochcover abgebildete Stempel der Tanzschule Minderjahn, die tatsächlich immer noch in der Kamper Strasse logiert und praktiziert, verweist auf ein Geschenk genannter Institution. In DIESEM Lochcover steckte nun eine (gute) Single von Millie, sicherlich dem ein oder anderen bekannt, durch ihre (Original)-version von MY BOY LOLLIPOP, aus den 60er Jahren. Sollte dies wirklich das Geschenk gewesen sein, wovon nicht ernsthaft auszugehen ist, würde es durchaus von Geschmack zeugen.
Wesentlich begrüßenswerter wäre es jedoch, eine Werbesingle von Minderjahn mit gesprochenem Willkommensgruß und Vorstellung der Tanzpflichtlektüren für das aktuelle Tanzjahr, irgendwann auf einem hiesigen Trödelmarkt, finden zu dürfen.
Oder hatte schon jemand das „Vergnügen“ ?

25. Juni 2010

Innerstädtischer Drogenanbau

Filed under: Drogenszene Aachen — karl pach @ 6:03 am
Freunde botanischer Subversion verschönern auch in Aachen öffentliche Orte und Gärten. Untenstehendes Beispiel von Cannabis Indica fand ich mitten auf der Strasse in einer Baumumzäunung. Bei genauer Betrachtung des ersten Bildes fällt auf 5 Uhr ein braunes Düngestäbchen auf, vom Pflücken der Pflanze ist daher abgeraten.

19. Juni 2010

PLATTENGESCHÄFTE DER 50ER JAHRE

Filed under: Plattengeschäfte in Aachen — karl pach @ 7:53 am

Jörg Z. war so freundlich folgende Adressbucheinträge zur Verfügung zu stellen:

Jörg:
Der neueste Eintrag hat mich daruf gebracht, mal meine alten Adressbücher zu wälzen.
Die angehängten Anzeigen stammen aus den Aachener Adressbüchern 1955/56 und 1957/58.
Offenbar ist das H&K Logo in dieser Zeit entstanden – in der Anzeige von 1955 ist es noch nicht drin, 1957 dann (wahrscheinlich) zum ersten Mal.

Vielen Dank lieber Jörg!

18. Juni 2010

FAMILIE PACH ANNO 1941

Filed under: Aachener Schallplattenläden, Familie Pach — karl pach @ 8:10 am

…und weiter geht’s mit Recherchen über die Initiatoren und Hauptverantwortlichen der New Wave und Punk Invasion unserer Kaiserstadt. Die Familie Pach.
Allerdings glaube ich nicht, dass zum Publikationszeitpunkt dieser Dokumentation der Elektro/Radio Dominanz der werten Familie, bereits über eventuelle Importmöglichkeiten anglizistischen Liedguts nachgedacht wurde.
Jedenfalls existierten bereits 2 (zwei) Fachgeschäfte dvon Vater und Sohn. Und zwar an mir bislang unbekannter Stelle. Einmal am Adalbertsteinweg 12 und zusätzlich in Aachen-Forst. Zu diesem Zeitpunkt auch noch nicht betriebswirtschaftlich getrennt, sondern offensichtlich gemeinsam leitend.
(Für mich) erstaunlich auch, die Menge der lokalen Telefonanschlüsse im Jahre 1941. Das Telefonbuch der Stadt, dem diese Seite entnommen wurde, umfasst 194 (!) Seiten.

16. Juni 2010

Prolegomena zu einer materialistischen Theorie des Verhältnisses Aachen – Burtscheid

Filed under: Politik — karl pach @ 1:48 pm
Ein sehr schöner Artikel des Verlagsalmanach 1978-1980 vom Karin Kramer Verlag Berlin. Zeitgenössische Betrachtung der Stadt unter besonderer Berücksichtigung des Problemviertels Burtscheid – aus anarchistischer Sicht.
Als PDF: http://www.megaupload.com/?d=WB5GOV0TGroßen Dank nach Stuttgart!

11. Juni 2010

Klaus Zipprath R.I.P

Filed under: Clubszene AC — karl pach @ 9:00 am
Aachens erster Frittier hat leider das Zeitliche gesegnet. In keinem anderen Restaurant habe ich mich jeh so wohl gefühlt wie im Zippraths.

Und Jürgen Neustraß lebt noch…

10. Juni 2010

Jürgen´s Musikladen

Filed under: Aachener Schallplattenläden, Futter für die Aachener Ohren — karl pach @ 3:05 pm

Bei meinem heutigen Kontrollgang in der Schützenstraße habe ich festgestellt, dass
Jürgen´s Musikladen für immer seine Türe geschlossen hat. Damit verschwindet nach fast 30 Jahren ein weiterer Musikladen aus dem Aachener Stadtbild.

9. Juni 2010

Pink Floyd Live 12.07.1970 Reitstadion

Filed under: Aachen in den 70ern, Bootlegs — karl pach @ 8:26 am
Die Bootlegs vom Soers Festival sollen wohl die ersten deutschen Bootlegs überhaupt gewesen sein. Der Legende zufolge sollen sich die Bootlegger in einem, als Rotkreuz oder Malteser Bus, getarnten VW Bulli bis zur Bühne durchgemogelt haben. Die Mikrofone wurden durchs Sonnendach auf die Bühne gerichtet. Welch Husarenstück, Bootleggen bedeutete vor dem Walkman noch Freiheit und Abenteuer. Die Deep Purple Aufnahme ist seit einiger Zeit Offiziell vom Purple eigenen Label zu beziehen (demnächst auch hier). Von den Floyd Aufnahmen kursieren diverse mp3 Dateien welche Quellmaterial der meisten angeblich, vom Master stammenden, CDs sind. Untenstehend als .rar Archive der Bausatz für die amtliche unkomprimierte Version – Hifi Bootheaven…

Teil 1: http://www.megaupload.com/?d=MNSZ6W5T
Teil 2: http://www.megaupload.com/?d=4H4T1UXQ
Teil 3: http://www.megaupload.com/?d=RD5O8RA0
Teil 4: http://www.megaupload.com/?d=FIZPR070
Teil 5: http://www.megaupload.com/?d=9GBVUVO1
Teil 6: http://www.megaupload.com/?d=RS22GEGN
Teil 7: http://www.megaupload.com/?d=6LESNQCF

7. Juni 2010

THE CURE im EUROGRESS 1981 und STEAKHAUS ‚COMEBACK‘

Filed under: Konzerte in Aachen, Lokale in Aachen — babula @ 3:06 pm

Ein CURE Konzert in Aachen, ist das Aachener Untergrund Kultur? Rückblickend auf das Jahr 1981 ist diese Frage für Aachen und Umgebung leider mit einem klaren J A zu beantworten. Übrigens würde im Jahre 2010 ein noch klareres JA zu vernehmen sein.
An das Konzert selber kann ich mich nur noch schwach erinnern. Ich meine mich zu entsinnen, dass der „Support Act“ durch eine Art unspektakulärer Lasershow ersetzt wurde oder angedacht war. Die ersten 2 Minuten waren ja noch spannend, aber dann… Ich erinnere mich, dass die Bühne bei THE CURE in der ersten Hälfte des Gigs hauptsächlich (oder sogar ausschließlich?) durch vereinzelte weiße Scheinwerfer nur sehr spartanisch erhellt wurde und die dadurch entstehenden Schattenspiele sehr gut zu der Musik von FAITH passten.
Habe mir gestern, als Vorbereitung für dieses posting nach Jahrzehnten noch einmal die Platte (Faith) angehört. Der Zahn der Zeit hat ordentlich genagt. Übrigens eines der wenigen Konzerte, wo mein SONY Walkman entdeckt und konfisziert wurde.
Nach dem Konzert mit 4 Leuten noch schnell zum Steakhaus „Comeback“, Ecke Kleinmarschierstrasse und die Steakhouse-Platte Comeback mit 3 kleinen aber feinen Schweinemedaillons, Reis und Sauce Bernaise bestellt. Mit das Beste was man seinerzeit in Aachen für relativ wenig Geld (Curry-Palast mal ausgenommen) essen konnte. Auch das Schweizer Steak, wo die obligatorische Scheibe Käse noch per Hand mit einer Art Bunsenbrenner oder Flammenwerfer vor den Augen der hungrigen Gäste geschmolzen wurde, war sehr beliebt und köstlich.
Die Wartezeit zwischen Bestellung und Servierung konnte man sich mit dem Lesen der kleinen, mit folgendem Text bedruckten Tischaufleger vertreiben:

Es gibt kaum einen Gaumengenuss, um den im Laufe der Jahrhunderte so viel Sagen-haftes erdacht und so viele Legenden gesponnen wurden wie die Ochsenlende. Man kann sich aber eigentlich gut vorstellen, dass es Rausch des Genusses nicht besonders schwer war, auch die fantastischen Histörchen zu erfinden. Der „Erfinder“ des Beefsteaks soll ein römischer Priester gewesen sein. Der Name dieses frommen Mannes ist unbekannt. Über die märchenhafte Geschichte seiner unfrommen Tat berichtet das „Universal-Lexikon der Kochkunst“ so: Der Priester hatte ein Stück Ochsenfleisch als Opfer für den Gott, in dessen Tempel der Dienst verrichtete, gebraten, und als er mit den Fingern anfasste, um es auf den Altar zu tragen, fand er es so entsetzlich heiß, dass er gezwungen war, es fallen zu lassen und schnell mit den Fingern nach dem Mund zu fahren. Da schmeckte er den Saft, der an seinen Fingern klebte, und bei dem Hochgenuss, der seinen Gaumen kitzelte, verlor er jedes Gefühl von Schmerz. Als Mann von Geist legte er sogleich eine andere Scheibe über das Feuer, verzehrte dieselbe in aller Unschuld und vergaß dabei ganz seiner amtlichen Pflichten, die ihm geboten, das Fleisch dem Gott darzubringen. Lange Zeit fuhr er auf diese Weise fort, bis man dann endlich, durch sein blühendes Aussehen aufmerksam geworden, aufgepasst und sein Geheimnis entdeckt. Ohne Zweifel wäre der Tod sein Los gewesen, doch als er vor den Richtern stand, bat er um Erlaubnis, ein Beefsteak bereiten zu dürfen, nach dessen Verspeisung man ihn sofort freisprach und als Anerkennung für die Wohltat. Mit der er die Menschen beschenkt, zum Oberpriester machte. Mit wahrer Leidenschaft wurde nunmehr Beefsteaks im ganzen römischen Reich gegessen und der Tag gepriesen, an dem sich der Priester die Finger verbrannte.

6. Juni 2010

AC NACHTLEBEN WS ’88

Filed under: Aachen in den 80ern, Aachener Kneipen — Allo Pach @ 4:37 pm

Nach dem kleinen 1977/78er Überblick (siehe entspr. Post) über das nächtliche Treiben in der Kaiserstadt gibt es nun hier eine Fortsetzung. Wie „Aachen nach eins“ im Jahre 1988 aussah, beschreibt kilowatt (vielen Dank!) hier in seinem Artikel für den Klenkes:

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