Aachener Untergrund Kultur

29. März 2010

DIE KRAFT DER GRAUTÖNE…

Filed under: absoluter Bockmist, Peinhardt-Franke — karl pach @ 6:38 am
„Die Kraft der Grautöne im entschlossenen Mondlicht“
Wie um alles in der Welt kann man sich eine deratige Überschrift ausdenken? Als Kulturschaffender muß man sich in Aachen fürchten von Ingrid Peinhardt-Franke aufs Korn genommen zu werden. Nicht dass ich irgendwas mit den veräppelten Künstlern gemein habe oder dies möchte, aber ist die Aufnahme in Frau Peinhardts Kolumne nicht der Todesstoß für jede Ausstellung? Wer ist eigentlich Ingrid Peinhardt-Franke (schon der Name…), muß man die kennen? Als ich Samstag morgen über den Artikel stolperte, lief es mir eiskalt den Rücken runter. Irgendwas substantielles fällt mir dazu nicht ein, aber Peinhardts Wortklaubereien müssen einfach an den Pranger.

27. März 2010

PROVINZ DISKOS IM AACHENER UMLAND – "Wir wollen Bauern tanzen sehen!"

Filed under: Aachen bizarr, Aachen in den 80ern, Clubszene AC — Allo Pach @ 10:37 am

Schöne Analyse des Disko- und Clubbestandes im Aachener Umland. Herr kilowatt bereiste 1988 für den Klenkes sämtliche Tanz-Einrichtungen im Landkreis.—
Sehr gern erinnere ich mich persönlich ans „Palm Beach“ in Roetgen (…was haben wir gelacht, Herr Kleber!) und ans Point in Konzen, da musste man wirklich vorsichtig sein, wen man anguckte. Auch in Eschweiler bin ich immer wieder gern eingekehrt (so ca. alle 2 Jahre).
Ich vermisse aber im Bericht das Octagon/Eschweiler! (…oder gab es das ’88 noch/gerade nicht?)
Dank an kilowatt.

24. März 2010

NEON KITS – Fragmente

Filed under: New wave in Aachen, Punk in Aachen — karl pach @ 7:23 am
Aachens erste Punkband die NEON KITS – Folge 1 des bisher zusammengetragenen Materials. Oben das offizielle Gruppenfoto welches als Vorlage für das bereits gepostete Plakat diente. Folgend der qualifizierte Kommentar unseres Lesers „zoom hain rollo“ , welcher die Geschichte der Combo ausleuchtet:
Die Neon Kits waren die erste Punk-Band in und um Aachen und begannen im April 1978.
Gründungsmitglieder und Besetzung (Plakat v.l.n.r.):
Suzie Make Up – guitar
T.V. Neon – guitar
Mike the Rat – drum kit
Johnny Frost – vox & words
C.I.F. London – bass & vox
Das erste Konzert fand statt am 5. Mai 1979 in Erwin´s berühmt berüchtigtem Trinkerheim „Türmchen“ zusammen mit der holländischen Punk-Truppe „The Spoilers“. Es folgten Gigs im Theatersal der Mensa, Grundhaus, Basement & Stollwerk – Köln, in einem stillgelegten Kino in der Eifel etc.!
Angefangen als Anarcho-Punk-Band (Slogan: „Anarchie im Deutschen Reich“) flossen durch den vermehrten Einsatz von Keyboards immer mehr Wave-Elemente in die Musik ein. Dieser Umstand, der Weggang von Frontmann Frost, sowie die glücklose Suche nach einem neuen Sänger ließen die Band im November 1980 auseinanderbrechen. Die unterschiedlichen Ansichten der Mitglieder über das weitere Vorgehen in der Musik: kommerziell contra experimentell gaben den Rest.
Der kommerzielle Teil der Kits mit Suzie und Neon formierte sich zum Wave-Pop-Duo „V2“; Molotov und der letzte Sänger Macky Misser gründeten mit anderen Musikern die Experimental-Band „Der Verdacht“, die übrigens bis heute existiert sowie später die Deutsch-Rock-Kapelle „Sport im Westen“!
Der angekündigte Auftritt in Burtscheid wurde verschoben und fand im Türmchen statt. Die frommen Burtscheider befürchteten wohl Ausschreitungen oder so. Vom Türmchen Auftritt existieren noch Fotos, leider nur als bescheidener Abzug der Negative (oh Cryftz hilf!). Absolut stylish Band und Publikum, klassisch der Polizeieinsatz während des Konzerts.
Fortsetzung folgt (hoffentlich)…

21. März 2010

XY (Öcher Supergroups)

Filed under: Aachen in den 80ern, Aachener Bands, Aachener Musikszene — Allo Pach @ 6:59 pm

Schon immer dachte man in Aachen global (siehe Jürgen). Auch im Musikbiz wollte man sich nicht nur mit Provinzruhm abfinden und so taten sich Ende der 80er einige gestandene Musiker von erfolgreichen AC Bands (Ex, Joystick, Apotheke) zusammen, um eine neue Aachener Supergruppe für den internationalen Markt ins Leben zu rufen:
XY (Ex Waj)
Uff!
Man gab sich futuristisch, naja, und machte das Band Konzept an Raumpatrouille Orion fest.
Natürlich würde man noch viel von ihnen hören, denn sie hatten ja ein Video (Wow!)- und das wurde auch gespielt (naja, auf Tele 5).
„Der Videoeinsatz wird in der BRD leider nicht so gefeatured wie in den USA oder Großbritannien“ meint Sänger Ralph. Klar.
Irgendwie erinnere ich mich an die Maxi (CD?). Schon mal in der Hand gehabt…Hat die vielleicht irgendwer? Oder gar das Video?
(Dank an kilowatt für den Klenkes Artikel)

16. März 2010

ALLO PACH finanzierte den AC Untergrund

Filed under: Aachener Label, Allo Pach — karl pach @ 1:36 pm
Die Finanzquellen Aachener Untergrundproduktionen liegen weitgehend im Dunkeln. Obiges Kommisionsabkommen aber dokumentiert eindeutig den Geldfluss unseres beliebten Handelsunternehmens an ein Aachener Kassettenlabel. Denkwürdig sind die Verkaufspreise der Kassetten. Bis zu 12 DM war doch recht happig. Erinnert sich noch jemand an Allos Kassettenstand? Habe die neblige Erinnerung daß dieser rechts des Aufgangs zur Hifi-Abteilung war. Dort waren zumindest die Aachenstämmigen Produktionen mal verregalt.

14. März 2010

ZUR GOLDENEN KETTE

Filed under: Lokale in Aachen — babula @ 8:32 pm

Eines der schönsten innerstädtischen Lokale meiner Teeniezeit (und leicht darüber hinaus), zumindest der kleine aber feine Biergarten im Sommer.Aber auch die auf der Postkarte gut zu sehende „Wartezone bis ein Tisch frei wird“, war beispielsweise das Anlaufziel Nr. 1 an Fettdonnerstag und Rosenmontag. Vielleicht weil’s so eng war…

Falls noch irgendjemand ein Foto von dem Biergarten haben sollte, gerne auch mit Pfiffi oder Freund/Freundin oder Oma kann (nein muss!) er das gerne hier zur Verfügung stellen oder an den Höchstbietenden hierm Blog versteigern. Mein Erstgebot ist sicher.

Für WALFISCH-Fotos gehe ich auch an mein Erspartes.

Leider ist mein Erinnerungsvermögen stark getrübt, was beispielsweise die Qualität der Speisen anging. Ich meine mich aber entsinnen zu können, dass man eigentlich immer, lieber die Friesenstube Ecke Elisabethstrasse ansteuerte, wenn es um kulinarische Feinheiten zum attraktiven Preis ging.

Beide Fotos scheinen mir aber eher aus den frühen 60er Jahren zu sein, da ich den „Wartebereich“ nicht ganz so spartanisch in Erinnerung habe. Als die „Kette“, wie das Lokal im Schulschwänzerjargon genannt wurde, die Pforten schloß, übernahmen nach einiger„Leerstandzeit glaube ich“, die pseudonaturproduktschwafelnden Betreiber des Spielwareneinzelhandels Villa Kunterbunt die Räume und gestalteten die Räumlichkeiten nach ihren betriebswirtschaftlichen Belangen, um bis heute ihre (meiner Meinung nach) überteuerten Produkte feilzubieten.

Und dann noch etwas Historisches: Wie im Aachener Geschichtsverein nachzulesen ist, bezog sich der Name „Goldenen Kette“ auf Begebenheiten im 13. Jahrhundert, als die berittenen Steuereintreibritter im Rahmen des Sühnevertrages um den erschlagenen Grafen von Jülich, vom Fischmarkt aus zum Markt galoppiert kamen, um die widerspenstigen und protestierenden Aachener Bürger (oder einen kleinen Teil davon) niederzumähen. Man spannte dort (goldene?) Ketten knapp über den Boden, so dass die Pferde stolperten, die Reiter stürzten um dann von den Öchern entsprechend bedient zu werden.

SONIC YOUTH – Mensa 1987

Filed under: Aachen in den 80ern, Konzerte in Aachen — Allo Pach @ 7:34 pm


Sonic Youth auf dem Höhepunkt ihres Schaffens („Evol“ und „Sister“ -und eben nicht: „Daydream nation“, wenn man mich fragt) in der Kaiserstadt. War das ’87? Wahrscheinlich…
Jedenfalls hab ich das Konzert als sehr intensiv (also: laut?!) in Erinnerung…
Wie immer: Fotos, Kommentare, Tapes, Erlebnisberichte willkommen!

Vielen Dank an Blog-Leser Stefan E., der ad hoc einige Fotos geschickt hat:
„…das Konzert fand übrigens am 28.06.87 statt und nicht im Februar, 3 Wochen später spielten die nämlich nochmal auf dem Pukkelpop Festival zusammen mit Big Black .. es gibt auch nen qualitativ recht guten live Mitschnitt des Mensa Konzerts…“

REED, JABS, ROWENTA – Apoplexia 1973

Filed under: Avantgarde in Aachen, Jeansrecords — karl pach @ 5:59 pm

Ein besonders abartiges Konzept für eine Produktion legten die Aachener Avantgardisten Gregor Jabs und Frank Rowenta vor. Ein altes Tonband mit Patientenbefragungen aus dem Jahr 1973 diente als Grundlage des Werks. Die Aufnahmen entstanden in den alten Klinischen Anstalten, zu ihrem Zustand befragt wurden Schlaganfallpatienten. Vermischt mit diversen weiteren Lärmbeispielen schickten Sie das Material an den amerikanischen Labelbetreiber und zeitweiligem Nurse with Wound Mitglied Stan Reed. Dieser manschte das ganze zu eben dieser abenteuerlichen Mixtur zusammen welche als Gemeinschaftsproduktion seines Labels Psychform mit dem Aachener Jeansrecords Label als „Apoplexia 1973“ veröffentlicht wurde. Auf der Webseite des Jeansrecords Labels finden sich dazu mehrere Rezensionen. In Rücksichtnahme auf die aktuelle Verfügbarkeit der Produktion, hier als Appetithäppchen nur die ersten beiden Stücke. Einer der Künstler hat allerdings, exclusiv für diesen Blog, ein noch unveröffentlichtes Patienteninterview zur Verfügung gestellt. Den Fans sehr konkreter Musik zur Freude…

Track 1: http://www.megaupload.com/?d=KBHT45UI
Track 2: http://www.megaupload.com/?d=NWMA7M6E
Patienteninterview: http://www.megaupload.com/?d=PWKWHVFE

7. März 2010

ULRICH PETERS – Orgelportrait

Filed under: DAC, Grufties — karl pach @ 9:07 am
Ein besinnliches Werk liefert hier, der mir völlig unbekannte, Ulrich Peters ab. Der stylish daherkommende Künstler orgelte die Stücke in Sankt Adalbert runter, dem heutigen Fixerklo über dem Kaiserplatz. Besinnliche Musik für die „white Gothic“ Gemeinde. 1983 bei DAC erschienen.

seite 1: http://www.megaupload.com/?d=7ML8BWLR
seite 2: http://www.megaupload.com/?d=ASP8UCI0

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