Aachener Untergrund Kultur

11. Februar 2018

Jülicher Untergrund ’83

Filed under: Aachener Bands, Aachener Umland, Punk auf dem Land, Punk in Aachen — Schlagwörter: , — Dieter Antonio Schinzel @ 5:46 pm


Das norddeutsche Fanzine Katastrophen Provinz hatte einen Korrespondenten in Jülich, der 1983 von zwei Punk-Konzerten in Jülich berichtete. Beim ersten traten die Rückstand-Nachfolger Seltsame Zustände auf, bei beiden die Aachener Punkband Nixkönner:

„Am Samstag, dem 29.1.83 spielte die Wuppertaler Gruppe Die Alliierten mit The Nixkönner aus Aachen und Stahlpaket aus Jülich im PZ (Pädagogisches Zentrum – würg) des Gym. Zitadelle in Jülich (wo sonst). Es zwar sehr schön, daß wir diesen Saal bekommen hatten, aber es war wesentlich zu groß, was wir im laufe de Konzerts feststellen mußten. Mit gut 200 Leuten war der Saal deutlich unterbesetzt (Im PZ können sich gut 800-900 Leute aufhalten!) und es ist ganz logo, daß dabei keine gute Stimmung aufkommen konnte. Aber bei den Nixkönnern war dennoch eine tierische Stimmung, den da pogten auch noch Leutchen aus Ac mit. Stahlpaket war ne tote Hose – kein Schwein tanzte auch wenn die Muzi gut war. Die Aachener Punx und die 5 Jülicher Kids, die sich vorher schon ausgelassen hatten waren total am Ende.“

Die Allierten waren eine frühe deutsche Oi!-Skinheadband um den späteren Experimentalmusiker Caspar Brötzmann (Sohn von Peter), deren LP „Ruhm und Ehre“ bei den später als Neonazilabel berüchtigten Rock-O-Rama Records herauskam. The Nixkönner bestanden u.a. aus Daniel Nick, dem heutigen Schriftsteller und Drehbuchautor Stefan Keller und Frank „Papst“ Buchholz.

Unsere nimmermüden Kollegen von Tape Attack haben einen Scan des Zines veröffentlicht. Der Jülich-Report steht auf Seite 34. Weiß jemand, wer sich hinter dem Korrespondenten Tito verbirgt?

12. Januar 2018

Best of Au Hurgebiet am 20. Januar!

Nach 5 Ausgaben in der Raststätte ist es mal an der Zeit, ein Best Of unserer semi-beliebten Veranstaltung mit merkwürdigen historischen Aachener Videodokumenten zu präsentieren. Dies geschieht im Rahmen der sehr empfehlenswerten Ausstellung BIER & WIR im Centre Charlemagne am Katschhof, und zwar am 20. Januar ab 19 Uhr. Wer die Veranstaltungen – oder auch nur eine davon – bislang verpasst hat, bekommt hier die Gelegenheit, versäumtes nachzuholen. Und Bier zu trinken.

30. Oktober 2017

Schluss mit Ruhe und Ordnung!

Der Aachener Avantgarde Club lädt zur 1. Aktion:

Von der umjubelten Veranstaltung gibt es auch eine Videoaufzeichnung:

 

4. Oktober 2017

Sanierungsgebiet Mostardstraße/Neupforte

Filed under: Aachen in den 70ern, Architektur&Städtebau — karl pach @ 8:38 am

Das Gebiet Mostardstraße/Neupforte sollte Anfang der 70er Jahre saniert (abgerissen) werden. Einer Bürgerinitiative ist es zu verdanken, dass dieses urige Stück Altstadt heute noch existiert. Die Bürgerinitiative war seinerzeit u. A. mit Veranstaltungen und Infoständen aktiv. Wie im vorhergegangenen Artikel zu Karsten Voormann erwähnt, erhielt Sie auch Unterstützung der Aachener Videowerkstatt.

Zur weiteren Vertiefung empfiehlt sich die Diplomarbeit „Quartierentwicklung Aachen-Neupforte“ von G. Grzella. Auf 488 Seiten wird das Thema umfassend vertieft. Die beiden Bilder habe ich dieser Arbeit entnommen.

Folgend ein Scan des Neupforten Reports, die Din A3 Blätter mussten aus technischen Gründen gestückelt werden:

Hier noch der Aufruf zur Unterschriftensammlung:

7. September 2017

Karsten Voormann – Materialien

Der 2014 leider verstorbene Karsten Voormann war kein unbekanntes Gesicht in Aachen, insbesondere in Plattenläden traf man ihn gerne. Link zur Traueranzeige: http://www.aachen-gedenkt.de/traueranzeige/karsten-voormann/40189061.
Karsten hatte in den späten 70ern/frühen 80ern was mit, der damals noch kaum verbreiteten, Videotechnik zu tun. Im Rahmen der Tätigkeit für die „Videowerkstatt Aachen“, hatten Voormann und Tom Meffert in Koop mit dem HDZ der RWTH 1978 einen Arbeitsbericht veröffentlicht:

Bin gerade zu faul die Schrift komplett zu scannen, folgt aber vielleicht noch…
Die „Videowerkstatt Aachen“ unterstützte unter anderem Bürgerinitiativen. Die Unterstützung der Aktionen gegen die Sanierung des Gebiets Neupforte/Mostardstraße, beschreibt Karsten in Walter Grasskamps DLF Feature „Vom Recht sich ein eigenes Bild zu machen“. Den entsprechenden Ausschnitt, des am 2.5.79 gesendeten Features, gibt es hier zum Download:

https://www.file-upload.net/download-12697594/voormann-video-dlf.mp3.html

Karsten unterstützte auch das „Freie Radio Aachen“, unseren Piratensender. Im Vorfeld der Räumung des besetzten „Höver Haus“ 1981, dokumentierte Karsten die Nachtwache der Bewohner. Die Doku ist wohl in geschnittener Form seinerzeit auf Sendung  gegangen, hier nun exclusiv das ungekürzte Orignaldokument:

Nachtwache 1: https://www.file-upload.net/download-12697595/nachtwache-1.mp3.html
Nachtwache 2: https://www.file-upload.net/download-12697596/nachtwache-2.mp3.html

Weiteres Material zum Thema wird gerne entgegengenommen (Wer hat eigentlich seine Plattensammlung geerbt?): karlpach at web.de.
Die angesprochene Sanierung des Gebiets Mostardstraße/Neupforte wird im nächsten Post (bald!) beleuchtet.

23. Juli 2017

Aachen Bizarr 2017

Filed under: Aachen bizarr, Aachener Umland, Aborte, Drogenszene Aachen, Kunst & so — Dieter Antonio Schinzel @ 3:53 pm

Da sich die Aachener kaum mehr rühren auf diesem Blog, mußte jemand von außen ran. Also machte sich Dieter Antonio auf die Reise.

Gute Nachricht zuerst: Der im letzten Jahr befürchtete
Kahlschlag rundum den Kaiserplatz
 bleibt, vorläufig, aus.

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Noch ist alles drin.

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Auch die Drogenszene lässt sich nicht unterkriegen und schnieft ihr Crack am hellichten Tag öffentlich sichtbar auf dem Kaiserplatz. Hiermit sei jede/r zum Kleingeld-Crowdfunding der Junkies und Obdachlosen aufgerufen, die diesen Teil der Stadt vor der Gentrifizierung bewahren!

Um die Ecke hängen noch Dokumente der Zombie-Apokalypse, die andernorts nötig ist, um sich noch ein paar Jahre Aufschub vor den Immobilienentwicklern zu kaufen:
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Aachen hingegen schult seine Normalität gut-rheinländisch am Klassiker Tom Gerhardt:
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Hardcore, I.

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Hardcore, II

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Hardcore, III

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Nicht-menschliche Akteure, II

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Nicht-menschliche Akteure, III

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Schocktherapie, I

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Schocktherapie, II

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Ist das Kunst?, I

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Ist das Kunst?, II

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Ist das Kunst?, III

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Hybridräume, II

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Hybridräume, III

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Hybridräume, IV

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Hybridräume, V

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Hybridräume, VI

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Wiederauferstehung des Aachener Mauermalers?

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Fazit, I

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Fazit, II

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Selbstreferenz, I

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Selbstreferenz, II

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Selbstreferenz, III

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Selbstreferenz, IV (Düren)

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Kulinaria, I

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Kulinaria, II

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Kulinaria, III

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Kulinaria, IV

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Zeitmaschine…

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…& Teleportation.

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Zeitmaschine & Teleportation, II

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Antiquarischer Rassismus, II.

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Street Art → Guerilla Marketing (das aussieht wie Street Art) → Street Art (die aussieht wie Guerilla Marketing)

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Wesley hat zugelegt.

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Neue Kleider in der Kaiserstadt.

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Konkrete Poesie, I

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Konkrete Poesie, II

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Konkrete Poesie, III (geistlich)

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Mystères dans le brouillard (© Liaisons Dangereuses)

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Killing cars (social sculpture)

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Aachen-Nirvana.

6. November 2016

Au Hurgebiet V am 26. November!

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Hurra, unsere Filmveranstaltung findet nun bereits zum 5.Mal statt! Auch in dieser Ausgabe haben wir wieder seltenes und bizarres Videomaterial zusammengetragen, von historisch bis hysterisch. Zu den beiden Stamm-Kommentatoren werden sich am 26.11. auch wieder einige Überraschungsgäste gesellen, wie immer in der heimeligen Raststätte.

30. August 2016

Aachen bizarr 2016

Filed under: Architektur&Städtebau — Dieter Antonio Schinzel @ 2:42 pm

Zum fünften mal (nach 2012, 2013, 2014 und 2015) reiste Dieter Antonio nach Aachen für seine jährliche Stadtwanderung auf diesem Blog.

Seine düsteren Prophezeiungen vom letzten Jahr – Kahlschlag rund um den Kaiserplatz als gewollter Kollateralschaden der neuen Shopping Mall – erwiesen sich als korrekt:

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Was bleibt:
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Unterdessen im neuen Einkaufszentrum:
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Traditionsgeschäfte zeitgemäß am Adalbertsteinweg:_DSC7952_DxO

Katholisch:
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Kombiniert (nahe Europaplatz):
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…mit geklautem Logo:
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Gastronomie als Seismograph der Globalisierung:
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Protestformen 2016:
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Konkrete Poesie / concrete poetry:
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Und noch:
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18. August 2016

Charlotte Moorman – Galerie Aachen 25.07.1966

Filed under: Aachen in den 60ern, Aachen-international, Avantgarde in Aachen — karl pach @ 6:25 am

FKK Cellistin und Performancekünstlerin Charlotte Moorman trat vor ziemlich genau 50 Jahren in Aachen auf. Die Ikone der Fluxus Bewegung konzertierte in der „Galerie Aachen“zusammen mit Nam June Paik unter dem Motto „So langweilig wie möglich“. Dem Alga Marghen Label gebührt Dank und Anerkennung für die Veröffentlichung des Konzerts auf Tonträger.

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Zum Reinhören gibt es die John Cage Komposition (Track 4) im jugendfreundlichen MP3 Format: http://www.file-upload.net/download-11858941/04Track04.mp3.html

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17. August 2016

Aachener Aborte Teil 6

Filed under: Aborte, Uncategorized — karl pach @ 10:31 am

Im altehrwürdigen Audimax habe ich diese großartigen Räumlichkeiten vorgefunden. Die sanitären Anlagen scheinen noch zur Erstausstattung des Gebäudes zu gehören. Ein tolles Detail ist der Sound der hochhängenden Spülkästen: deutliches Einschaltgeräusch, langes Vorgurgeln, WUSCH.

Die Damenabteilung hatte ich aus verständlichen nicht besucht. Dokumente und Erfahrungsberichte werden aber gerne entgegengenommen.

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