Aachener Untergrund Kultur

18. August 2016

Charlotte Moorman – Galerie Aachen 25.07.1966

Filed under: Aachen in den 60ern, Aachen-international, Avantgarde in Aachen — karl pach @ 6:25 am

FKK Cellistin und Performancekünstlerin Charlotte Moorman trat vor ziemlich genau 50 Jahren in Aachen auf. Die Ikone der Fluxus Bewegung konzertierte in der „Galerie Aachen“zusammen mit Nam June Paik unter dem Motto „So langweilig wie möglich“. Dem Alga Marghen Label gebührt Dank und Anerkennung für die Veröffentlichung des Konzerts auf Tonträger.

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Zum Reinhören gibt es die John Cage Komposition (Track 4) im jugendfreundlichen MP3 Format: http://www.file-upload.net/download-11858941/04Track04.mp3.html

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17. August 2016

Aachener Aborte Teil 6

Filed under: Aborte, Uncategorized — karl pach @ 10:31 am

Im altehrwürdigen Audimax habe ich diese großartigen Räumlichkeiten vorgefunden. Die sanitären Anlagen scheinen noch zur Erstausstattung des Gebäudes zu gehören. Eine Pilgerstätte für Freunde guter Architektur. Ein tolles Detail ist der Sound der hochhängenden Spülkästen: deutliches Einschaltgeräusch, langes Vorgurgeln, WUSCH.

Die Damenabteilung hatte ich aus verständlichen nicht besucht. Dokumente und Erfahrungsberichte werden aber gerne entgegengenommen.

22. März 2016

Everything Is Thunder

Filed under: Film in Aachen — Bübbes Kehr @ 2:12 am

Durch einen der vielen tollen Beiträge von Rainer Knepperges auf New Filmkritik bin ich auf diesen eher unbekannten britischen Kriegsfilm aus dem Jahr 1936 gestossen, dessen Finale in Aachen und zum Teil sogar in Richterich spielt. Gedreht wurde freilich in England, und dort auch größtenteils im Studio, aber ich dachte mir, eine Erwähnung wäre er hier durchaus wert.

Das soll wohl der Hauptbahnhof sein - im Vordergrund der großartige Oskar Homolka

Das soll wohl der Hauptbahnhof sein – im Vordergrund der großartige Oskar Homolka

Der Plot basiert auf der wahren Geschichte des Jocelyn Lee Hardy, dem es während des ersten Weltkriegs vier mal gelang, aus Kriegsgefangenenlagern auszubrechen. Im Film wird aus ihm ein Kanadier (Douglass Montgomery) gemacht, und statt mit einem Kameraden flieht er mit der Deutschen Anna von Stucknadel als Love Interest (Contance Bennett) von Berlin nach Aachen, dabei dicht gefolgt vom Polizisten Götz (Oskar Homolka), der neben seiner Pflichtausübung auch gerne etwas in Frau von Stucknadel stecken möchte.

Richterich 1917

Richterich 1917

In Aachen gelingt es den Beiden, die Verfolger abzuschütteln und sich bis zum Bauernhof von Freunden in Richterich durchzuschlagen – dort verbringen sie die Nacht, um sich dann im Morgengrauen über die holländische Grenze zu machen. So richtig authentisch sieht das freilich alles nicht aus, der Film war auch eher eine Low Budget-Produktion, hält einen aber mit einem passablen Spannungsaufbau, soliden Darstellern und einer tollen Fotografie (von Günther Krampf, der Anfang der 30er auch nach England rübermachte) durchaus an der Stange.

Im Morgennebel ab nach Holland

Im Morgennebel ab nach Holland

11. Januar 2016

Würselen 1979

Filed under: Aachener Umland — karl pach @ 8:21 am

Bei Youtube hat der Film und Fotoclub Würselen Bardenberg ein charmantes Filmdokument abgelegt. Passt nicht wirklich zum Thema Untergrund hat aber Unterhaltungswert:

Würselen ist vielleicht bekannt als Durchgangsstation der jährlichen Pilgerfahrt nach Duffesheide…

30. Dezember 2015

Aachen-Tourismus 2015

Filed under: Aachen bizarr, Drogenszene Aachen — Dieter Antonio Schinzel @ 3:38 pm

2015 ist fast vorbei, doch Dieter Antonio hat seine jährliche Aachen-Erkundung nicht vergessen. (Siehe hier, hier und hier für die Editionen 2012-2014.) Diesmal stand sie unter nostalgisch-konservatorischem Vorzeichen. Denn mit der neuen Shopping-Mall mitten in Aachens traditioneller Drogen-, Huren-, Kriminellen-, Sexkino-, Gebrauchtmobiltelefonladen- und Migranten-Zone Kaiserplatz/Adalbertsteinweg/Jülicher Straße/Hansemannplatz droht – nach satt bekanntem globalen Muster – das Ende der letzten Ecke Aachens, die sich noch einigermaßen großstädtisch anfühlt.

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Ankunft.

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Gender Trouble.

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Trashzone Kaiserplatz im Um-/Abbruch.

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Bleibt wohl nicht mehr lange hängen.

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Das hier auch nicht.

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Stammkunde am Adalbertsteinweg.

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Berlin, wo man Rinder mit dem Schlagring schächtet.

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Wenige Häuser weiter.

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Fortschreitende Globalisierung: Vegas + Aachener Skyline gab’s schon, die Wasserpfeife jetzt obendrauf.

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Globalisierung II: vereint in der Farbe Rot.

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konkrete poesie.

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Keine Kunst im Ludwig-Forum, sondern tatsächlich eine Absperrung.

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Kunst, aber vor allem unübersetzbarer Witz.

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Aachens heroische Fluxus-Zeiten.

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Westalgie

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Trennung von Kirche und Staat…

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…aber nicht in Aachen.

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Diese Kräfte haben verloren.

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Kybernetik I.

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Kybernetik II.

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Soziale Medien II.

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Geschäftsmodell.

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Ostalgie 2015.

9. Dezember 2015

Speck Nusseck & Die Legendären Fettboys – Däncemusic Für Dicke Bäcker

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Die nimmermüden Kollegen von Tape Attack haben soeben die 84’er DOM-Cassette Speck Nusseck & Die Legendären Fettboys – Däncemusic Für Dicke Bäcker wiederaufgelegt. Die Songtitel verraten Lokalkolorit der Stadt Aachen (in der, wer’s nicht weiß, die Straßen mit Bäckereien gepflastert sind wie andernorts mit Kneipen): „Ochsenaugen“, „Schokoguß“, „Zwiebelbrötchen“, „Heilige Nußecke“, „Ranziger Als Gestern“, „Aus Der Bäckerei“, „Glühwein Im Bädkasten“. Im Gegensatz zu späteren DOM-Produktionen geht es hier erstaunlich (kraut)rockig zu.

 

29. November 2015

Visual Vinyl: Künstlerschallplatten in Heerlen

Filed under: Fluxus, Kunst & so — Schlagwörter: — Dieter Antonio Schinzel @ 4:42 pm

In Aachens Nachbarstadt Heerlen läuft noch bis zum 6.3.2016 die Ausstellung Visual Vinylmit Schallplatten u.a. von Joseph Beuys, Hermann Nitsch, William S. Burroughs, LaMonte Young, Rammellzee sowie LP-Covers, die von Andy Warhol, Banksy, Raymond Pettibon und anderen gestaltet wurden. Mehr als 400 Platten sind zu sehen. Sie stammen aus der Privatsammlung von Jan van Toorn, Betreiber des legendären Fluxus-lastigen Avantgarde-Cassetten- und Plattenlabels Slowscan.

 

14. November 2015

Au Hurgebiet IV am 28. November!

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Juhu, bald gibt es die vierte Ausgabe unseres Filmabends, wie immer in der heimeligen Raststätte. Wir haben wieder eine Menge seltenes und erstaunliches Material zusammengetragen, wie üblich eine bunte Mischung aus historischen Dokumenten, Konzertmitschnitten und Kurzfilmen. Gut denkbar, daß die beiden Stamm-Kommentatoren dieses Mal noch von einigen Überraschungsgästen unterstützt werden. Hinkommen oder ewig bereuen!

26. Oktober 2015

Jacob Kirkegaard, Black Metal Square

Filed under: Avantgarde in Aachen, Kunst & so — Dieter Antonio Schinzel @ 11:34 pm

Unbedingt sehen und hören (noch bis zum 22.11.): Jacob Kirkegaards Klanginstallation „Untitled (Black Metal Square)“ im Neuen Aachener Kunstverein. Eine Hommage an das abstrakte Bild überhaupt, Kasimir Malewitschs „Schwarzes Quadrat auf weißem Grund“, das vor genau hundert Jahren gemalt wurde.

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(Das Lautsprecherlabyrinth von Konrad Smoleński, durch das man sich im Erdgeschoss schlängeln muss, um zu Kirkegaard ins Obergeschoss zu gelangen, überzeugte uns weniger.)

Oshikopinbarcodos

Filed under: Aachen bizarr, Aachener Trash Metal, Aachener Untergrund, Gammler, Kunst & so — Dieter Antonio Schinzel @ 8:19 pm

Diesen Aachener Undergrounder trafen wir mit seinem Gefährt nachts in der Nähe des Elisenbrunnens an. Industrial Design & Survival Research Laboratories im Wortsinn, ohne Kunstprätention. Großartig!

Sein Name sei Oshikopinbarcodos, erzählte er uns, und wir könnten ihn auf Facebook finden (was uns nicht glückte). Wir outen uns als Fans.

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