Aachener Untergrund Kultur

24. Januar 2013

DR. SCOTT 2 – Reiz des Riskanten (Bizarrer Aachener Film)

Die AACHENER Filmszene lebt!
Endlich wieder! Lange war es still um den BURTSCHEIDER Filmregisseur Bernd Uwe Köter. Eisig still.
Denn sein letzter abendfüllender Film „Sheriff  Scott“ (Hauptrolle: David Scott, Schottland) wurde nicht etwa total verrissen; nein, er fand erst gar nicht in Deutschlands Kinosäle. Kritiker munkelten damals , dass „das Material zu schwach war“, dass weiland (2009) Terror und Stress am Set herrschten oder indisponierte Schauspieler den ganzen Cast gegen Regisseur und Produzent aufwiegelten. Das alles ist/war keineswegs so. In Wirklichkeit machten internationale Rechtsstreitigkeiten eine Veröffentlichung bis heute unmöglich. Dazu Köter: „Wenn solche dicken Blockbuster produziert werden, wird es immer schwieriger alle Rechteinhaber in x Ländern an einen Tisch zu bekommen. Im schlechtesten Fall bedeutet das das Aus für einen Film, für den Produktion und Team über viele Monate ihr Herzblut gegeben haben“, bitter für eingefleischte Cineasten, aber traurige Realität in der rauhen Film/Fernsehwelt.
Doch lassen wir die Vergangenheit ruhen. Jetzt ist Bernd Uwe Köter wieder da. Und wie! Mit sattem Budget neuer Geldgeber und bewährtem Hauptdarsteller (Scott) konnte im Sommer 2012 in der Filmstadt Köln, als auch „on location“ in BAD AACHEN mit motivierter Filmcrew neuer Stoff (Buch: u.a. Dieter Ganghofer) auf Zelluloid gebannt werden. Ebenfalls wieder an Bord: die AACHENER Komponistin Elisabeth Wurst (Vaalserquartier), die gewohnt gekonnt für den Sounddreck verantwortlich zeichnet.
Herausgekommen ist ein Roadmovie erster Kajüte: „Dr. Scott 2 – Reiz des Riskanten“, die Fortsetzung des Klassikers „Dr. Scott – Neu in der Stadt“ (2006).
Wer letzteren gesehen hat, der weiß, was ihm bevorsteht: eine rasante Geschichte, verpackt in knallharter Äction, wilde und gewagte Kamerafahrten, sowie jede Menge Sozialkritik. Also alles, was wir im Kino sehen wollen: Unterhaltung pur!
Lehnen Sie sich zurück in Ihren Fernseh/Kino-sessel und genießen Sie zeitloses Kino at its best:

Dr. SCOTT 2 – Reiz des Riskanten

 
Scott reiz poster

5. Februar 2012

CAPITOL Kino vor u. nach dem Krieg

Vom letzten übrig gebliebenen „schönen“ Kino Aachens war mir überhaupt nicht bekannt, dass es von 1930 (Eröffnung) bis zur Zerstörung 1944 im „Hochhaus“ am Bahnhof untergebracht war. Interessant auch: es war mit 1500(!) Plätzen Aachens größtes Kino, aber nach außen nur durch eine Neonreklame (s. Foto) zu erkennen. Man kann nur hoffen, dass das „neue“, 1958 errichtete Capitol am Seilgraben nicht auch noch irgendwelchen duften Einkaufcentern zum Opfer fällt. So was geht ja manchmal ruckzuck – und weg ist es… Dank an Silke!

3. Januar 2012

EDEN Kino – Historie

Das Eden/Eden-Palast (zwischenzeitlich auch mal umbenannt in Thalia, Odeon etc.) ist wohl das dienstälteste und auch beständigste Kino in Aachen. Es diente in früheren Zeiten auch als Theater, für Cabaretaufführungen und Musikkonzerte. Vom späten 19. Jahrhundert bis heute durchlief es etliche Um- und Wiederaufbauten, sowie Umwandlungen und trotze letztlich 2 Weltkriegen. Ganz schön geschichtsträchtig! Die vorliegenden Seiten geben wohl den umfassensten Überblick über den Werdegang des Edens, der jemals zusammengetragen wurde. Dank an Silke.

5. Dezember 2011

BURG THEATER KINO

Endlich: Das erste Bild des Burg Theater Kinos! Im Burg bin ich wohl nur ein einziges Mal gewesen, das war wahrscheinlich kurz vor der Schließung (1976 oder 1977). Zu sehen gab es Sonntag morgens in der Jugendvorstellung: „Frankenstein – Zweikampf der Giganten“, einen sehr mäßigen japanischen Monsterfilm mit Monstern (Frankenstein und seinem Doppelgänger) in Godzilla-größe/Manier, …gähn!

Das 788 Besucher fassende Burgtheater am Adalbertsteinweg 12 eröffnete 1948 (13.11) in der Zeit des großen Aachener Kinobooms (in den 50er Jahren gab es zeitweise 17 (!) Kinos in der Kaiserstadt). Am 09.12.1956 wurde das Kino um das „Studio im Burg“ erweitert. 1976/77 wurde das Grundstück dann wohl an Teppich Essers verkauft und das Burg war kurze Zeit später Geschichte… (Dank an Silke!)

24. November 2011

AACHENER KINOS – Geschichte

Bei meinen Recherchen zur Aachener Kinovergangenheit stieß ich auf eine Arbeit, die wohl in dieser Form einmalig ist. Silke Koschker gibt in ihrer Magisterarbeit „Die Kinoentwicklung in Aachen – Eine Untersuchung der Lichtspielhäuser“ aus dem Jahr 2000 eine unerreichte Einsicht in die Historie, Architektur und die regionale Verteilung der Öcher Kinos vom späten 19. Jahrhundert bis zum Jahre 2000. Ihre Arbeit basiert auf sämtlichem vorhandenen Materiel des AC-Stadtarchives sowie der örtlichen Presse, das in mühevoller Kleinarbeit zu einem umfangreichen Werk zusammengestellt wurde. Neben einem geschichtlichen Gesamtüberblick gibt es alle auffindbaren Details (sowie rare Fotos) aller ermittelbaren Aachener Kinos. In der nächsten Zeit werde ich hin und wieder Posts zu einzelnen Kinos einstellen, zunächst gibt es aber hier eine „chronologische Reihenfolge des Erstbezugs/der Schließung Aachener Kinostandorte“. Vielen Dank an Silke!

1. November 2011

ODEON KINO, ADALBERTSTEINWEG

Filed under: Aachener Kinos — Allo Pach @ 6:43 pm

Ebenfalls aus der neuesten Auflage des Buches „Aachen- so wie es war“ stammt dieses Bild des ODEON Kinos (Adalbertsteinweg 242, da ist jetzt Kaisers drin, wenn man es weiß, kann man an der Fassade noch erkennen, was das Gebäude einst beheimatete). Von diesem Kino habe ich NOCH NIE gehört! Laut Buch eröffnete es, als Tochter des Eden Palastes, am 23.10.1953. Wie immer wäre es schön mehr Infos dazu zu bekommen, insbesondere wann das Kino geschlossen wurde.

31. Oktober 2011

ROXY KINO UPDATE (NOSTALGIE 5 B)

Filed under: Aachener Kinos — Allo Pach @ 3:48 pm

ENDLICH!!! Ein Foto vom Roxy (doch mit „y“), gefunden in der neuesten Auflage des Buches: „Aachen – wie es war“ (Quelle: Stadtarchiv Aachen). Leider ist immer noch nicht geklärt, wann das Roxy geschlossen wurde. Erbaut wurde das Kino mit 700(!) Plätzen in den 50ern. Das Foto stammt wohl von 1953, als „Die Wüste lebt“ in die Kinos kam.

29. Oktober 2009

>Das BAVARIA Kino am Holzgraben

Filed under: Aachener Kinos — babula @ 2:48 pm

Eine meiner ersten Erinnerungen an das BAVARIA datiert zurück zum Spätsommer 1973. Als Wirtshauskind stromerte ich tagtäglich durch die Aachener Innenstadt und wich dabei immer wieder hektisch der Straßenbahn aus, die zu der Zeit an der oberen Adalbertstrasse ihre letzten Runden drehte. Einem 10-jährigen fielen natürlich die 2 Rettungswagen auf, die seit einigen Tagen, von mittags bis ich nach Hause musste, vor dem Bavaria standen. Wie ich zu meiner Überraschung erfuhr, waren die Rettungssanitäter vonnöten, da DER EXORZIST gezeigt wurde und die Leute reihenweise aus den Kinos liefen und ärztlich versorgt werden mussten. Man mag dies heutzutage kaum noch glauben, aber ICH war Zeuge. Ich ließ keine Vorstellung (vor dem Kino wohlgemerkt) sausen und stand die ganze Zeit vor dem Lichtspielhaus, um zu sehen, was passiert. McDonalds gab’s da übrigens noch nicht! Und es stimmte wirklich…Frauen (und Männer!!) torkelten wie benommen aus dem Kino (während der Vorstellung versteht sich), teilweise kotzend oder aber kreidebleich und einer Ohnmacht nahe. Mindestens 4 oder 5 mal sind die Sanitäter ins Kino gelaufen und kamen mit jemandem auf einer Trage liegend heraus. Dies alles hatte damals einen tiefen Eindruck hinterlassen und ich wäre nicht für 50 Mark (damalige Unsumme für einen Knirps) in den Film gegangen. Die Hose gestrichen voll, vor allem, weil ich zum ersten Male miterlebte, dass bei einem Film KEINE der (von mir) so begehrten Filmszenenbilder in den Schaukästen hingen, sondern nur schwarze Streifen mit Text, auf denen stand dann inhaltlich etwa so was wie: ‚Aus rechtlichen und gesundheitlichen Gründen dürfen für diesen Film keine Fotos gezeigt werden…’ . Noch härter waren aber die riesigen ROTEN Pappstreifen, wo warnend stand, dass Personen unter 21 (!!!) Jahren und Schwangeren (!!!), kein Einlaß gewährt werden kann. Die Streifen umrahmt von kleineren Streifen mit der Aufschrift: STRENGE Passkontrolle – oder so etwas in der Art. Ein knappes Jahr später entdeckte ich dann ein kleines Loch unter einem Bauzaun an der Rückseite des Kinos (ungefähr da, wo heute der Haupteingang der Mayerschen ist). Es war sehr beschwerlich dadurch zu kriechen, doch wenn dies unbemerkt geschafft war, dann konnte man durch eine verständlicherweise nicht verschlossene Notausgangstüre durch endlos lange Gänge (zumindest schienen sie MIR damals so) zur Rückseite der Filmleinwand gelangen, wo ich dann bis der Hauptfilm anfing, ängstlich kauerte, um dann harpunenartig zur ersten Reihe zu stürzen und dann beispielsweise, für mein Alter völlig ungeeignete,HARTE Italo-Western zu sehen. Tja…lang ist’s her…und was dann aus ‚meinem’ Bavaria wurde, sieht man auf dem Foto.

Erstelle eine kostenlose Website oder Blog – auf WordPress.com.